# 17 DADDY ISSUES

Shownotes

In dieser emotional ehrlichen Folge sprechen Fabi und Kay über die Beziehung zu ihren Eltern – was sie geprägt hat, was fehlt und wie es ist, ohne ein Elternteil aufzuwachsen. Fabi erzählt offen davon, dass er seinen Vater nie kennengelernt hat, während Kay Einblicke in seine eigene Familiengeschichte gibt. Eine sehr persönliche und tiefgehende Folge, in der beide ihre Erfahrungen teilen und zeigen, wie Vergangenheit und Familie das Heute formen.

Pikayzo Insta

Pikayzo Merch

Fabi die Bohne Insta

Fabi Coaching

Transkript anzeigen

00:00:05: Ich hab dir extra jetzt eine Sekunde Zeit gegeben, dass du das erste Mal was zuerst sagst.

00:00:11: Ich hab's gemerkt, ich musste grad ein bisschen schmunzeln, weil ich hab gewartet, bis du was sagst, und dann dachte ich, ah, ja, der will mich starten lassen in die Folge heute.

00:00:20: Lass uns über Freundschaft sprechen.

00:00:23: Boah, nee.

00:00:24: Einfach so, boom, was?

00:00:26: Mic drop, nee, mic wieder aufgefangen.

00:00:29: Okay, na gut.

00:00:32: Ich hab aber eigentlich noch ne Ankündigung.

00:00:35: Du hast eine Ankündigung.

00:00:36: Jetzt Agroansage Nummer zwölf.

00:00:38: Ja, ich hab eine Ankündigung.

00:00:39: Okay.

00:00:39: Mein Album ist fertig.

00:00:41: Bam.

00:00:46: Achtung, Achtung.

00:00:46: Picasso's Album ist nun fertiggestellt.

00:00:48: Ohren auf.

00:00:50: Was geht ab?

00:00:51: Ja, man.

00:00:51: Erzähl alles.

00:00:53: Aber in einer Minute.

00:00:54: Nee, brauche ich gar nicht.

00:00:55: Ich sag einfach nur, mein Album ist fertig.

00:00:56: Ich bin fertig.

00:00:57: Ich hab am Donnerstag einen Call mit ... Also heute quasi, weil die Folge kommt ja am Donnerstag raus, also heute habe ich einen Call.

00:01:06: Mit dem Vertrieb und dann wird alles weiter geplant und dann geht es demnächst und dann den Vorverkauf.

00:01:11: Dann ist ganz wichtig, dass wir alle die Box kaufen, um sinnvollen Rap in die Charts zu katapultieren.

00:01:19: So, ein alles weiterer

00:01:22: Rap in die Charts.

00:01:23: Ja,

00:01:23: ein alles weiterer kommt dann.

00:01:25: Die Infos kommen dann, jetzt wissen die Leute im Podcast es zuerst, weil es heißt ja auch sagt du zuerst, deswegen habe ich es jetzt zuerst gesagt, dass mein Abend fertig ist.

00:01:31: So, Ende.

00:01:32: Das

00:01:32: ist vollkommen logisch.

00:01:34: Wir sollten ihn auch umbeleiden, denn ihr wisst es zuerst.

00:01:37: Ja, richtig.

00:01:39: Ihr wisst es zuerst.

00:01:40: Ich habe noch eine zweite Sache, die ich einfach nur kurz sagen will.

00:01:44: Ein Satz, den ich heute Nacht als ich ... wie der übelste Schmerzen hatte wegen meinen Scheiß Ticks, wegen meiner, weil meine Schulter grad so weh tut und dann meine Ticks sich auf die Schulter fixieren, nicht dann die ganze Zeit die Schulter anspannen.

00:01:55: Und da hab ich mit Satz im Kopf gehabt, der ist richtig traurig, aber der hab ich die ganze Zeit gedacht, den muss ich dir sagen.

00:02:00: Weil ich glaube, ich glaube, dass es ganz viele Menschen kennen, aber keines ausspricht logischerweise, weil der Satz impliziert, dass man etwas nicht ausspricht.

00:02:11: Ähm, wow, wie ich keine Ahnung hab, was du jetzt sagst.

00:02:13: Ja, fass auf, ich hab gestern gedacht, Es nervt mich so, ich habe solche Schmerzen, mir geht es, oder mir geht es so schlecht.

00:02:22: Und ich kann es niemandem sagen, weil keiner würde verstehen, wie schlecht es mir geht und es würde nicht dem gerecht werden.

00:02:28: Das dachte ich mir gestern, dachte mir eigentlich, hört sich das richtig traurig an, dann dachte ich mir, wie vielen Leuten geht's so.

00:02:34: Egal, was du hast, bei mir ist es meine Ticks gerade zur Zeit, die mich extrem belasten.

00:02:38: Ich dachte mir so, ich kann es nicht mal sagen, ich kann nicht mal zu irgendjemand, den ich mag, hin und sagen, mir geht's gerade so schlecht, weil das so wehtut.

00:02:44: Weil ich weiß, der Mensch kann's nicht nachvollziehen und wird's nicht verstehen.

00:02:48: Und ... ja, das ist mir irgendwie die ganze Nacht, wo ich immer wieder nicht richtig schlafen konnte, durch den Kopf gegangen.

00:02:56: Und jetzt hab ich's gesagt.

00:03:00: Kannst du's mal in einem Satz sagen, was ist der eine Satz?

00:03:06: Mir geht es so schlecht, dass ich es nicht mal jemandem sagen kann, weil der würde es nicht verstehen.

00:03:11: Und es würde dem da nicht gerecht werden.

00:03:14: Du meinst, weil es so ein tiefes, also so ein Level von schlecht gehen ist, was so erklärungsbedürftig ist, meinst du?

00:03:21: Genau.

00:03:21: Bis

00:03:21: man das ganze Thema begreift, oder was meinst

00:03:24: du?

00:03:24: Ja, und gegenüber würde es gar nicht begreifen.

00:03:26: Ich kann dir jetzt so lange erklären, was mich so belastet an meinen Ticks, und du würdest es nicht verstehen.

00:03:31: Und es nervt mich so ultra.

00:03:34: Das hatte ich ja letztes Mal in der Folge schon gesagt.

00:03:36: Am Ende.

00:03:37: Es nervt mich so ultra, dass es Leute gibt, die das verstehen, aber du kommst einfach nicht ran.

00:03:42: Weil du monatelang auf irgendwelche Facharzttermine brauchst, wenn du es überhaupt bekommst, weil die ganzen guten Ärzte, zu denen man hin will, die nehmen natürlich nur Privatpatienten und Selbstzahler.

00:03:53: Ja.

00:03:54: Ja.

00:03:54: Und das nervt mich, dass gerade so mein Hauptleidensthema im Leben.

00:03:59: Damn.

00:04:01: Okay, tut mir leid zu hören.

00:04:02: Nee, passt schon.

00:04:04: Der Leidensdruck.

00:04:05: Nee, das darfst du ... Weißt du, das Thema aufmachen, dann sag ich einen Feedback.

00:04:09: Nee, passt schon.

00:04:09: Nee, alles gut.

00:04:10: Kennst du die alles gut, Leute?

00:04:12: Nee, alles gut, alles gut, alles gut, alles gut.

00:04:15: Ja, aber ... Nee, ist irgendwas, ne, mein Bein ist ab.

00:04:17: Und mein Kopf ist explodiert.

00:04:19: Aber alles gut.

00:04:20: Ich wollte das ... Ist natürlich nicht alles gut, es nervt mich natürlich ultra, aber trotzdem will ich das nicht so.

00:04:25: Ich will ja auch künstlich die gute Laune hochhalten.

00:04:29: Und ich weiß, dass es dir grad auch sehr schlecht geht.

00:04:32: Ja, ich hab Zahnschmerz.

00:04:34: Und Zahnschmerzen ist so, finde ich, der eine der schlimmsten Schmerzen, die du haben kannst, so als Alltagsschmerz.

00:04:41: Ja, ja.

00:04:42: Also, guck mal, Leidensdruck ist wichtig, dass du den rauslässt, ja?

00:04:45: Also, man hilft damit andere Menschen und vor allem hilfst du dir selbst.

00:04:50: Weil jedes Mal, wenn du sozusagen ausdrückst, was du in dir an Leiden hast ... Es ist ja unterschiedlich.

00:04:56: Also das eine sorgt dafür, dass du in eine Opferposition kommst, aber auf der anderen Seite sorgt es dafür, dass du verstehst, was dein Bedürfnis ist, weil du willst ja da rauskommen, sozusagen.

00:05:05: Und du willst ja im Einklang sein mit dir selbst.

00:05:09: Und deswegen ist es wichtig, das auszusprechen, wenn es so ist, diese Spannungszustände, diese Inneren auszusprechen.

00:05:19: Ja, deswegen gut gemacht.

00:05:23: Ich ... Weiß nicht, ob viele Menschen das auch so sehen, dass dazu bin ich zu wenig bewandert, was so grundsätzliche Schmerzen der einzelnen Leute angeht.

00:05:35: Aber ja, im Detail fühlen kannst du es nur du, so wie es bei dir der Fall ist.

00:05:40: Außer du setzt dich hin und fängst an, so lange zu erklären bzw.

00:05:44: erklären bringt dir auch nicht immer was, weil manche Leute sind einfach keine Wortmenschen, sondern Bildermenschen.

00:05:48: Da müsstest du denen das in Bilder malen.

00:05:49: Die anderen können zum Beispiel viel besser, dass nur über Musik hören.

00:05:53: Deswegen müsstest du dein Leidensdruck sozusagen einmal eu-rhythmisch darstellen als Tanz, dann als Schriftwerk, dann als Kunstwerk, also gemalt,

00:06:03: ähm,

00:06:04: und dann noch als Essen.

00:06:05: Mhm.

00:06:06: Dann kannst du wirklich alle Menschen erreichen und dann verstehen sie dich.

00:06:09: Das ist ja aber das Problem.

00:06:10: Das Problem ist ja bei solchen Sachen, das ist so explizit, dass das fast keine Nachvollziehen kann, egal wie ich es ausdrück.

00:06:19: Weil wie erklärst du

00:06:20: jemand ...

00:06:21: Ja.

00:06:21: Wie erklärst du jemand, der keine Tickstörung hat, was Ticks sind?

00:06:24: Und oft wird er gesagt, es ist wie Niesen, bla bla bla, aber das ist ja alles nicht vergleichbar.

00:06:28: Das ist ja dieser innere Druck, diese Vierundzwanzig-Sieben-Druck im Kopf mit den Scheiß-Ticks da.

00:06:34: Das kann man nicht beschreiben und umso mehr ich drüber rede, umso schlimmer wird's auch.

00:06:37: Das macht's auch immer so verrückt.

00:06:38: Das heißt, ich quäle mich selber damit, wenn ich anderen Leuten versuch, das zu erklären.

00:06:43: Aber fühlst du dich, also ist das ... Was ist mit ... Überforderung, fühlst du dich überfordert?

00:06:50: Wird die Überforderung weniger oder mehr, wenn du darüber sprichst?

00:06:54: Mehr, weil ich immer, tatsächlich doch mehr.

00:06:57: Weil ich merke, wie Leute das nicht nachvollziehen, dass Leute nicht teilen können, weil sie es nicht haben.

00:07:04: Und ich kenne auch niemand anders, der so eine Tickstörung hat wie ich.

00:07:08: Das heißt ... ja.

00:07:11: Und was wäre sozusagen dein Wunsch?

00:07:14: Also, wenn du das ausdrückst ... Dann hast du ja mit Sicherheit irgendein Bedürfnis, was dahinter steckt.

00:07:19: Warum sagst du das?

00:07:20: Naja, ich sag das dann, weil es irgendwann überkocht.

00:07:22: Das ist wie wenn du ... Äh, äh ... Na ja, äh ... Wie soll ich das sagen?

00:07:31: Irgendwann, wenn du ganz starke Schmerzen hast, aber dir keine helfen kannst, dann sagst du trotzdem, mein Bein tut weh.

00:07:36: Weil du trotzdem ... Und so ist es auch, trotzdem hilft dir dann keiner, weil keine Arztumraum ist.

00:07:41: Mein Wunsch wäre ... Dass mal jemand das endlich ... Da muss ich jetzt auch angehen.

00:07:46: Ich hab gesagt, ich muss einen Termin beim Hausatz machen, eine Überweisung holen und mal zum Neurologen gehen.

00:07:53: Ich will das endlich jemand in meinen Hören untersucht, mir sagt, ah, da und da, schon Problem oder nee, das ist alles in Ordnung, geht zur Therapie und was ist ich.

00:08:00: Und dass ich mit irgendjemandem reden kann, der das versteht, der mir Sachen sagen kann.

00:08:04: Obwohl, ich weiß, das ist ja nicht heilbar.

00:08:08: Es ist nicht heilbar, es wird nie aufhören.

00:08:11: Ich sagte so oft, sag ich, ey, ich wünschte, ich hätte so eine Zaubertablette, die ich nehme und die Ticksin weckt.

00:08:17: Das ist der größte Wunsch, den ich hab.

00:08:19: Also lieber würde ich mein Leben lang in Armut leben und keine Ticks mehr haben, als reich zu werden und Ticks haben.

00:08:26: Das ist so die größte Belastung meines Lebens.

00:08:28: Ich würde das so viel dafür geben, dass die weggeht, aber es geht nicht.

00:08:34: Es gibt nichts dagegen.

00:08:36: Guck mal, das, was du sagst, sehe ich anders.

00:08:40: Ich glaube nicht, dass das nicht weggeht.

00:08:42: Ich glaube, und das ist ein Glauben und keine neuere wissenschaftliche Aussage, sondern ich glaube, das hat irgendwas mit deinem Nervensystem zu tun.

00:08:51: Dein Nervensystem gibt so einen Impuls, so eine Entladungsempuls.

00:08:56: Und das kommt ja aus deinem System.

00:09:00: Und ich glaube oder ich ahne oder ich traue mich sogar so weit aus dem Fenster zu lehnen, zu sagen, dass ich persönlich davon überzeugt bin, dass es Dinge gibt in einem Menschen, so unausgelebte Emotionen, die dann noch drinstecken.

00:09:20: Und die man sozusagen, wenn man die da richtig rausholt, in voller Authentizitalität und mit richtig, sozusagen so einem Release Moment, mit Weinen und mit Schreien und mit Schlagen.

00:09:33: Ich glaube, dass da mehr ans Tageslicht kommt, als man sich traut, überhaupt nur drüber nachzudenken.

00:09:38: Ja, das ... Das mag schon sein, aber trotzdem kriegst

00:09:42: du ... So was hast du aber zu hören.

00:09:43: Ja, okay, aber das ist ja trotzdem Quatsch, weil das ist nicht heilbar.

00:09:50: Kein Mensch der Welt wurde bisher von seinen Ticks befreit durch irgendwas.

00:09:54: Das gibt's nicht.

00:09:55: Kein Mensch der Welt wurde jemals von seinen Ticks befreit.

00:09:58: Ist du das Wurst hier nicht?

00:09:59: Das Einzige, was geht, das, was jetzt ja auch manche gemacht haben, Tourette-Patienten, es gibt so eine Hirn-OP, so einen Hirnschrittmacher, einschätzen lassen kann.

00:10:11: So experimentell.

00:10:12: Wo anscheinend ganz gut funktioniert, dass du die meisten Ticks unter Kontrolle hast.

00:10:15: Das würde ich niemals machen.

00:10:16: Ich würde niemals eine Hennopäe machen.

00:10:19: Auch wenn ich sag, ich würde fast alles geben.

00:10:20: Aber das ist dann ... Die Angst vor Operation ist wahrscheinlich noch höher als die Angst, mein Leben lang mit Ticks zu leben.

00:10:30: Außerdem muss ich es dafür erst mal richtig untersuchen lassen.

00:10:32: Die letzten Untersuchungen sind als ich ein Kind war gewesen.

00:10:35: Und das ist so nervig.

00:10:36: Ich brauch ... Gewissheit, ich brauch ja.

00:10:40: Ja, aber das ist doch gut.

00:10:41: Du weißt, dass du erst mal checkst, was ist jetzt, ne?

00:10:43: Wie sind die Ticks jetzt?

00:10:44: Also, was sagen die Fakten sozusagen?

00:10:49: Und meine Blutwerte und meine Hirnwerte jetzt aus, das ist ja der allererste Schritt.

00:10:54: Ja, und die Behandlung, die Behandlung, und das ist das, was mich immer so abgeschreckt hat, warum ich mich nie darum gekümmert hab, weil mich das so genervt hat, das zu lesen, die Behandlung gegen sowas ist, Lernen damit zu leben.

00:11:05: Und das find ich so deprimierend.

00:11:08: Hä?

00:11:08: Das ist echt schlimm, das tut mir total leid zu hören.

00:11:11: Aber gibt es Momente, wo es mehr ist?

00:11:14: Ich kann das schon ein bisschen ... Wenn ich Verspannungen habe, dann konzentrieren sich Ticks meistens auf diese Verspannung.

00:11:27: Wenn ich jetzt Schmerzen am Arm hab, dann hab ich am Arm mehr Ticks als irgendwo anders.

00:11:31: Wenn ich jetzt so wie jetzt gerade ... Schulterschmerzen habe seit Wochen jetzt.

00:11:36: Dann konzentriert sich die Ticks auf die Schulterschmerzen und die Schmerzen werden immer schlimmer, weil die Ticks alles dafür tun, um da reinzubohren.

00:11:44: So.

00:11:45: Und wenn ich jetzt sehr viel Sport mache, Zeitlang oder sowas, das ist eine Möglichkeit, das ein bisschen zu reduzieren, also dass es ein bisschen angenehmer wird.

00:11:56: Das Beste und das Einzige, was mich wirklich für ein paar Minuten tick frei lässt, ist eine richtig gute Massage.

00:12:05: Also wenn ich so quasi in Modus der tiefen Entspannung, auch wenn es jetzt ganz kalt ist und ich in ein heißes Bad gehe oder so, also so Momente der absoluten Entspannung, die helfen, aber immer nur temporär, immer nur in dem Moment.

00:12:22: Ja, aber ... sonst nichts.

00:12:24: am Morgens, wenn ich manchmal aufstehe und komplett müde noch bin, dann ist es besser.

00:12:29: Ähm, ja.

00:12:30: Aber dafür im Gegenzug dazu, abends, wenn ich im Bett liege, wo ja meistens meine Energie auf Max-Level ist, äh, da hab ich's manchmal ganz schlimm.

00:12:39: Und dann lege ich im Bett und kann ich einschlafen, weil ich wegen diesen Scheiß Ticks.

00:12:43: Und ähm, ja, es ist so, es ist so leicht steuerbar.

00:12:46: Und ich wüsste eigentlich auch dumm, dass ich das sage und ich mach.

00:12:51: weiß ich selber, ich wüsste, wenn ich jetzt aktiv und regelmäßig Sport machen würde, würde es mir besser gehen ein bisschen.

00:12:58: Es wäre nicht weg, aber es wäre ein bisschen besser, es wäre ein bisschen ertrecklich alles.

00:13:02: Aber auch nicht am Anfang.

00:13:03: Am Anfang ist es dann immer schlimmer, wenn ich Muskelkarte bekomme nach dem Training, wenn ich Schmerzen hab von irgendwas oder so, dann wird es erst mal schlimmer, aber auf Dauer wird es besser.

00:13:17: Ja, und ... Dann ist noch das nächste Ding und das ist eigentlich, finde ich, am schlimmsten Stress.

00:13:25: Stress lässt meine Ticks eskalieren.

00:13:28: Und dazu zählt aber nicht nur negativer, sondern auch positiver Stress.

00:13:32: Das heißt, wenn ich mich auf was freue, so das klassische Ding ist, vorm Essen.

00:13:38: Bevor ich essen kann, hab ich immer so ein paar Standard-Ticks, die abgerufen werden, die ich nicht verhindern kann.

00:13:45: Und ich sitze dann da vorm Essen, bevor ich anfangen kann.

00:13:47: muss ich erstmal meine Hände ins Gesicht drücken und so, so ganz blöde Sachen, weil ich dann so eine Euphorie hab, dass ich jetzt ess.

00:13:55: Und das sind solche Momente, und wenn ich mich natürlich extrem krass auf was freu, dann ist es umso heftiger.

00:14:01: Und das ist immer so, ich freu mich auf über irgendwas, ich hab grad eine Euphorie, also mit auf was freuen meine ich wirklich so eine Mini-Euphorie, wie eben jetzt, so hast du extrem Hunger und kriegst gleich was zu essen.

00:14:12: Und dann freu ich mich auf was, dann hab ich die Ticks, und dann werd ich schon wieder traurig, oder das fakt mich dann schon wieder ab, dass ich diese Ticks hab, dass die Freude erlischt, aber mein Stress, dass die Freude erlischt, so hoch ist, dass ich trotzdem Ticks hab.

00:14:25: Es ist so ein elender Teufelskreis.

00:14:28: Das kann man gar nicht in Worte fassen, wie sehr das belastend ist.

00:14:34: Ja.

00:14:34: Deswegen, ich brauche da, äh äh äh äh, ich brauche da Unterstützung endlich von jemand, der mich wirklich auskennt.

00:14:42: Falls zufällig eine Neurologe, Psychiater oder Psychiologe in der Podcast wird, bitte gerne melden.

00:14:49: Ich komm gerne mit meinem Kassenkärtel vorbei und dann leg mal los.

00:14:53: Nee.

00:14:54: Mit dem kleinen Kassenkärtel.

00:14:56: Spannend, dass du sagst, ich drücke dir die Daumen, dass du auf deiner Reise der Heilung sozusagen, dass es schnell geht, dass du da zumindest irgendeine Art von Verbesserung findest.

00:15:06: Das find ich dir sehr aus dem Herzen, mein Freund.

00:15:09: Und ich ... Ich hoffe, dass ich dir helfen darf.

00:15:11: Einfach manche Dinge, die ihn noch in dir schlummern, die ... Wie sagt man das?

00:15:16: Noch zusätzlich sozusagen befeuern, dass wir die aus dem Weg räumen können.

00:15:19: Einfach andere Sachen, die kleiner sind, die nicht so riesig sind und nichts mit einem neurologischen System zu tun haben.

00:15:26: Ja, Fabi, mal gucken.

00:15:29: Dafür müsstest du aber sagen, okay, Fabi, ich öffne mich dir.

00:15:34: Weißt du, der Witz ist, ich öffne mich dir gerne, aber ich öffne mich halt fast jedem.

00:15:38: Das ist ja immer so eine ... Das ist auch so ein ADHS-Ding ein bisschen.

00:15:43: Aber ich hab überhaupt kein Problem, über meine Gefühle zu sprechen.

00:15:47: Hat ich als Kind extrem, später nicht mehr.

00:15:50: Ich hab mir das komplett ins Gegenteil gewandert.

00:15:54: Und ich hab auch kein Problem, damit Kindheitssachen aufzuarbeiten und so was.

00:15:58: Und alles, das ist alles ... Da ist nichts, wo nichts Bewusstes tief in mir, was ich nicht, schon erforscht hätte.

00:16:08: Also, ich bin da.

00:16:10: Du könntest mich stundenlang fragen, was du willst, über Sachen reden, was du willst.

00:16:14: Ich würde nichts irgendwie in mir halten wollen geplant.

00:16:20: So.

00:16:21: Aber ich weiß, jetzt kommst du mit.

00:16:22: Ja, aber das ist ja auch im Unterbewusstsein.

00:16:25: Das muss ich ja hervorrufen.

00:16:28: Und dann müssen wir ja da drüber reden, verarbeiten.

00:16:32: Und dann kommst du mal vorbei.

00:16:34: Dann gibts mal irgendwas.

00:16:36: So.

00:16:38: Genau, das hatte ich gerade noch, ich hatte gerade noch vorher ein Coaching-Gespräch.

00:16:44: Und die Person, die ich begleitend habe, der habe ich auch geraten, dass dieses Schreiben, das ist ultra wichtig ist.

00:16:49: Das ist für manche belächeln, manche belächeln das.

00:16:51: Aber wenn du einmal die Erfahrung machst, dass du dich hinsetzt und aus deinem Gehirn über deine Hand komm, auf einmal Worte zutage, von denen du nicht mal wusstest, dass sie in dir sind und dann reflektierst du darüber und dann merkst du, ach krass!

00:17:03: Dadurch, dass du dein Leben ein zweites Mal erlebst, weil du es dir aufschreibst.

00:17:06: Ach so, das und das hab ich damit gemeint.

00:17:08: Oder das und das hab ich gefühlt, ah, crazy.

00:17:11: Dann lernst du dich viel besser kennen und dann fängst du Anbruchkarten aufzulösen.

00:17:13: Das ist auf jeden Fall auch ein Teil der Heilung.

00:17:16: Aber ja, dafür ist auch nicht jeder Mensch gemacht.

00:17:20: Ja.

00:17:21: Das zu machen, diesen Weg zu gehen.

00:17:23: Weißt du, was mir gerade einfällt?

00:17:25: Mhm.

00:17:26: Wir haben mit einem riesengliffhanger die letzte Episode geendet, weißt du noch?

00:17:30: Die letzte Episode?

00:17:31: Nee, was haben wir denn gesagt?

00:17:34: Who's your daddy?

00:17:35: Weißt du das noch?

00:17:36: Nee.

00:17:38: Nicht?

00:17:39: Mhm.

00:17:39: Da haben wir doch gesagt, dass ich da so ein großes Thema hab noch in meinem Video

00:17:44: gesehen.

00:17:44: Ach so, Alja, krass!

00:17:45: Da hab ich gesagt,

00:17:46: ja, who's your daddy?

00:17:48: Weißt du noch?

00:17:48: Ja, klar weiß ich das.

00:17:50: Also legen wir jetzt Thema Freundschaft ab da und reden jetzt über tiefsitzende Probleme.

00:17:55: Na ja, wir können auch über beides ein bisschen reden.

00:17:58: Also das eine bedingt ja auch das andere.

00:18:00: Wie sehr kannst du Freundschaften knüpfen, wenn du sozusagen ... in deiner Vergangenheit und im Erwachsen werden keine vernünftige Freundschaft zu einem ... ... zu einem ... ... Elternteil aufbauen konnte.

00:18:12: Das sind ja schon, gibt es ja schon einige Überschneidungen ... ... in der Persönlichkeitsentwicklung, würde ich sagen.

00:18:16: Voll,

00:18:17: ich finde das, ich finde das überkrass, wie ... ... man kennt, also jeder kennt das ja, dieses ... ... du musst hier zum Beispiel ... ... junge Männer, die extreme Bindungsprobleme mit Frauen haben ... ... und Frauen nicht gut behandeln und so.

00:18:31: dass du oft dann so dieses Ding hast.

00:18:33: Die erste Beziehung in deinem Leben ist die zu deiner Mutter.

00:18:35: Und wenn die nicht gut war, wie willst du dann zu jemanden anders eine gute Beziehung aufbauen, bla, bla, bla.

00:18:43: Weil Frauen nennt man's ja Daddy Issues, das will ich jetzt nicht so nennen, weil ich das ein bisschen komisch finde sozusagen, aber was das beschreibt, weiß man ja.

00:18:50: Und ich glaub, da schon echt krass viel dran, weil ich seh das auch im Freundeskreis, also früher auch im Freundeskreisen.

00:18:59: So die größten Machos, die größten Gefühlsblockierer, die ich so kannte in meinem Leben, die haben alle ... Also, der fallen mir direkt drei, vier Namen ein, die ich natürlich nicht sage.

00:19:13: Die haben alle ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter.

00:19:19: Und das fand ich immer so spannend.

00:19:21: Weil ich glaub schon, da ist einiges dran.

00:19:24: An diesem Du wächst ohne Mutter oder ohne Vater auf.

00:19:29: Da fehlt dann schon, glaub ich, was, ja.

00:19:31: Mhm.

00:19:33: Jetzt

00:19:34: äh ...

00:19:35: Ja, und ich?

00:19:38: Ja.

00:19:38: Ich wollte auf dich überleiten, eigentlich.

00:19:40: Ich wollte jetzt fragen, äh ... Wie ist denn erst mal Wiesen der Rahmen bei dir?

00:19:47: Also, wie ... Die Zeitlinie, wie ist die Zeitlinie?

00:19:59: Also, die Mama war immer da.

00:20:00: Und ist immer da.

00:20:02: Schon mal gut.

00:20:04: Die hat auch mich und meine beiden großen Brüder.

00:20:06: Ich bin der Jüngste von drei und alleine großgezogen.

00:20:09: Mhm.

00:20:10: Wie auch immer sie das geschafft hat.

00:20:13: Ja, sieht man ja gar nicht.

00:20:14: Wie auch

00:20:14: immer.

00:20:14: Spaß.

00:20:15: Hä, wie soll das gehen?

00:20:18: Wie soll das gehen?

00:20:18: Ich find das auch krass.

00:20:19: Wenn ich Leute mit Kindern sehe, Paare mit Kindern, denke ich mir schon, wie soll das gehen.

00:20:25: Ich find, alleine erziehende Mutter ist schon ein heftiges Ding.

00:20:28: Und ein Kind, sag ich, Ja, auch im Freundeskreis schon gehabt, alleine ziehn die Mutter mit einem Kind.

00:20:35: Die haben uns zum angerufen, hey, kannst du mich da hinfahren?

00:20:37: Sie muss irgendwie irgendwas machen und so.

00:20:39: Und braucht jemand, der aus dem Kind ein bisschen auffasst oder so?

00:20:41: Aber drei Jungs, eine Mama, drei Jungs kann ich mir auch nicht vorstellen.

00:20:46: Crazy.

00:20:47: Und die sind alle wie ich, also sehr ... Wie sagt man das?

00:20:52: Verkorkst?

00:20:55: Nicht so ins System passend, halt diese lauten Kinder, diesen Boah ist das Kind laut, das Kind hört ja gar nicht, das Kind springt auf den Tisch, das Kind bricht sich die Nase beim Skateboarden, das Kind macht das Fahrrad kaputt, das Kind hat die Scheibe eingeschlagen mit dem Stein, das Kind verprügelt.

00:21:09: andere, das Kind, also davon drei halt.

00:21:13: Und irgendwie hat sie uns da alleine großgezogen.

00:21:16: Mein Daddy hat das Land verlassen.

00:21:21: Als ich drei war.

00:21:22: Mhm, okay.

00:21:23: Kannst du dich noch ... irgendwas erinnern?

00:21:27: Ich hab eine Erinnerung, wie ich am Lenkrad sitze, sozusagen, auf seinem Schoß.

00:21:31: Da weiß ich nicht, ob das Fantasie ist oder Realität.

00:21:34: Krass, okay.

00:21:34: Mhm.

00:21:37: Kann schon sein.

00:21:38: Also, ich glaube ... Ähm ... Ich hab auch so ... Fantasie, wo ich nicht wusste, ob's Fantasie oder Erinnerung ist ... in die Vergangenheit, aber ... Es gibt nämlich eine, wir gehen gleich wieder zu dir, das will ich nur aufgrund der Fantasie kurz einklammern.

00:21:55: Easy, gerne.

00:21:57: Ich hab eine Erinnerung und die ist voll absurd, aber die würde passend zu meinem Denken.

00:22:05: Deswegen kann schon sein, dass es so ist.

00:22:07: Und zwar bin ich da in unserem alten Esszimmer, um den Tisch gelaufen, hab meine Hand auf den Tisch gelegt und hab gesagt, ich bin Kai, ich bin drei.

00:22:17: Und das, und diesen Moment merk ich mir jetzt mein Leben lang.

00:22:24: Hä?

00:22:25: Ja, und das habe ich.

00:22:27: Das Ding ist, ich weiß, wie unser Estisch aussah.

00:22:30: Ich weiß, wie das alles aussah.

00:22:32: Ich kann mich an diesen Moment erinnern.

00:22:34: Ich bin mir ziemlich sicher, er ist real.

00:22:35: Aber viele haben gesagt, drei kann er nicht sein.

00:22:38: Aber als ich zwölf war, und das weiß ich auf jeden Fall, das saß ich in meinem Schlafzimmer auf einem Wäschekorb, auf meinem Bett.

00:22:46: Ich weiß, warum auch immer.

00:22:48: Auf meinem Bett war ein Wäschekorb, da saß ich drauf.

00:22:50: in meinem Schlafanzug und da hab ich daran gedacht, dass ich das mit drei gedacht hab.

00:22:56: Und hab gesagt, das mach ich jetzt noch mal.

00:22:59: Ich bin Kai, ich bin zwölf und ich erinnere mich mein Leben lang jetzt an diesen Moment.

00:23:03: Und den gab's auf jeden Fall.

00:23:05: Und ich glaube, dass es den mit drei auch gab.

00:23:08: Ich bin mir ziemlich sicher.

00:23:09: Und deswegen denke ich, dass du Erinnerungen, die du vor ... Also mit drei hattest, dass die schon noch da sein können.

00:23:20: Und ja, denke ich, bin ich mir ziemlich sicher, weil es gibt zum Beispiel auch einen Menschen, einen Freund der Familie damals, den ich auch nur in diesem Alter gesehen hab, der mir so ein Spielzeugauto mitgebracht hat.

00:23:32: Und ich erinnere mich an die Übergabe des Spielzeugautos an mich.

00:23:35: Ich weiß noch, wie es aussieht.

00:23:36: Das war so ein kleiner Laster mit einer blauen Ladefläche.

00:23:39: Das sind halt nur ganz dunkle Fetzen, so irgendwie.

00:23:42: Aber ich glaube, dass man das schon haben kann.

00:23:44: Und deswegen denke ich nicht, dass es Fantasie ist.

00:23:46: Warum solltest du ... diese Fantasie haben.

00:23:49: Warum, dieses Szenario, warum?

00:23:51: Also weiß ich, du kannst dich wahrscheinlich nicht mehr erinnern, wie er da aussah, oder so, oder?

00:23:55: Sondern nur an die Situation.

00:23:57: Ich sehe nichts, ich sehe nur, wie ich aus dem Fenster irgendwie gucke.

00:24:00: Ja, ja, ich glaube, es ist echt.

00:24:01: Und irgendwas.

00:24:02: Ich glaube, es ist echt.

00:24:04: Okay, jetzt.

00:24:04: Crazy, das könnte sein.

00:24:05: Bruder,

00:24:06: speak, rede, rede, rede.

00:24:08: Rede, rede.

00:24:09: Und das ist halt alles.

00:24:11: Und jetzt musst du dir vorstellen, meine Mutter kommt von den Kaberdischen Inseln.

00:24:14: Und sie hat so eine Mentalität, dass sie ... Es geschafft hat.

00:24:20: ich bin jetzt sieben dreißig.

00:24:21: ne dass sie es geschafft hat in all den jahren.

00:24:24: Kein schlechtes wort über mein vater zu sprechen.

00:24:28: Ja nicht

00:24:29: ein.

00:24:30: Das ist komplett verrückt.

00:24:32: ich weiß gar nicht wie.

00:24:34: Menschen das machen können, egal welche Konstitution du hast, ob du gerne redest, ob du gerne über andere redest, ob du, weißt du, egal was so viel Mensch bist, dass man in so vielen Jahren nicht einmal was Negatives sagt, obwohl in meiner Fantasie natürlich die Liste lang ist, alleine der Fakt, ich habe drei Kinder und verlasse das Land, natürlich wird er seine Gründe gehabt haben, aber allein der Fakt, ich bin jetzt weg und komm nicht wieder, ist ja schon mal was, was grundsätzlich ein bisschen Unmut auslösen könnte in der Ehefrau.

00:25:01: Ja, voll, vor allem.

00:25:01: Die waren verheiratet.

00:25:02: Vor allem ... wie du sagst, das ganze Leben lang, kein negatives Wort zu verlegen.

00:25:07: Ich glaube auch, dass es so eine Superkraft ist, die Eltern haben, die ihre Kinder lieben.

00:25:17: Verhaltensmuster abzulegen oder Sachen nicht zu tun, weil sie wissen, es ist nicht gut fürs Kind oder die sind das, wo man eigentlich niemals dachte, dass es funktioniert.

00:25:26: Weiß ich mal, zum Beispiel auch, ich kenne jemanden, der ... der einer dessen Namen, die mir gerade einen Kopf gesongen sind, bei die haben Probleme mit ihren Müttern.

00:25:37: Größter Macho, auch keinen Kontakt mehr mit dem.

00:25:39: Ähm, Anti-Veganer Macho, äh, ganz, eigentlich, äh, ich will nicht sagen, böser Mensch, irgendwie, er hat schon seine guten Zeiten, aber er ist nicht gut zu anderen und so, und checkt das selber gar nicht.

00:25:51: Kriegt ein Kind.

00:25:53: Und ähm ... Ein Typ, der über seine Gefühle nicht reden kann und gar nichts.

00:25:57: Aber mit dem Kind, ausgewechselter Mensch, schämt sich auch nicht.

00:26:01: Mit dem Kind ganz, ganz anders.

00:26:03: Will dem du merkst richtig, der will, dass sein Kind nicht so wird wie er selber.

00:26:08: Und der tut, egal wie wir was für eine Überwindung bis es ist, der tut es für sein Kind.

00:26:12: Und da hab ich unter anderem da, auch in anderen Situationen, immer wieder gedacht, krass, was Eltern bereit sind, für ihre Kinder zu tun und ihre Rüstung abzulegen quasi für das Kind.

00:26:24: Und einfach ein gutes Vorbild zu sein.

00:26:27: Und das scheint mir deine Mutter dann auch getan zu haben, weil ja, nach so einem, erst ich mein, drei Kinder, der Vater, dein Mann verlässt das Land, egal aus welchen Gründen, du wirst darüber, vielleicht bist du froh, dass er weg ist in manchen Szenarien, aber du bist auf jeden Fall nie froh darüber, dass du alleine da stehst und dass du es wirklich schaffst, dann nicht.

00:26:53: Nichts Schlechtes zu sagen und deinen Kindern quasi, deinen ihr Kind zu verschonen.

00:26:57: damit, finde ich sehr, sehr stark.

00:27:00: Finde ich sehr stark.

00:27:01: Das ist eine Fähigkeit, die ich auch extrem wertschätze.

00:27:07: Sie hat ja die Verantwortung dafür, was sie uns mitgibt und was wir auch für ein Bild dadurch in unserem Leben mittragen von unserem Daddy.

00:27:14: Und da hat sie es wirklich geschafft, dass ich jetzt kein, ich hab kein Bild, also weder positiv noch negativ.

00:27:21: Das ist schon echt, das ist irgendwie schon ... crazy, wie sie das geschafft hat.

00:27:25: Du sagst auch immer, wenn man über irgendjemand anfängt, irgendwas Schlechtes zu sagen, sagst du immer, ich möchte jetzt nicht schlecht über den reden.

00:27:32: Egal, ob du den kennst oder nicht.

00:27:34: Das ist die Wahrheit, weil ich denke, das ist die... wie sage ich das am besten?

00:27:41: Egal in welche Richtung es geht, am Ende des Tages habe ich über irgendeine Person gesprochen und es... bringt, es bringt nichts.

00:27:49: Es bringt meistens nur Minus und ich habe da kein Bock drauf.

00:27:51: Ich möchte lieber über Ideen sprechen und über Visionen und über Veränderungen und so und nicht über, also weder so super nostalgisch, das habe ich mir auch extrem abgewöhnt, so total in der Vergangenheit zu leben.

00:28:02: Ja, das war ja so cool damals.

00:28:03: Das hat immer so seinen Charme, aber ich finde, das hält mich einfach nur auf.

00:28:07: Und vor allem, ja, möchte ich nicht über andere Menschen sprechen, weil das ist für mich ein Zeichen von... Unreife.

00:28:15: Ja, aber das ist ja witzig, weil das ja, ich meine, ich rede auch nicht gern über Menschen schlecht, weil dann hat man irgendwelche negativen Gedanken, aber manchmal macht man es halt oder kommt mal ins Lässtern.

00:28:27: Richtig.

00:28:27: Und das machst du aber nicht, oder halt kaum, also sehr selten.

00:28:30: und wenn dann meistens... Du verpackst es dann irgendwie mit Humor.

00:28:35: Du versuchst das nicht zu tun auf jeden Fall.

00:28:37: Das ist ja interessant, dass du sagst, dass deine Mutter quasi ein Leben lang von euch ferngehalten hat und du das jetzt so aktiv, intensiv lebst, also jetzt nicht nur im Podcast, sondern auch wenn wir privat reden, dass du einfach, egal was ein Mensch tut, du redest nicht schlecht über den, außer es sind fremde Menschen, die zu denen du gar keine Beziehungen hast und die was wirklich Blödes tun, dann nennen wir sie halt Bassspieler.

00:29:02: Genau.

00:29:04: Ich finde auch übrigens eine sehr gute Darüber rumgetanzelt.

00:29:08: Du bist ein richtiger Bass-Spieler.

00:29:10: Ja, ihr könnt dich... Also ich glaube, wenn man die Podcast-Folge vorletzt, keine Ahnung, gehört da, dann versteht man, glaube ich, was das bedeuten soll.

00:29:21: Und ich glaube auch so kann man es sich zusammenreiben.

00:29:24: Kleiner Bassspieler.

00:29:25: Ich glaub, das war ein Ausraster von mir.

00:29:27: Da hab ich gesagt, so ein kleiner Bass, oder das sagst du Spieler.

00:29:30: Bassspieler.

00:29:31: Ja,

00:29:32: genau.

00:29:33: Das war gut.

00:29:34: Ja.

00:29:35: Genau, und dementsprechend ... bin ich halt schon so ... Das ist schön, dass du das sagst, weil das ist für mich eine schöne Reflexion, weil das auch ein bisschen herkommt.

00:29:44: Das Verhalten.

00:29:45: Ja.

00:29:46: Und ich hab einfach ... ganz ... dolle, das immer weggedrückt, dieses Thema mit meinem Dad.

00:29:52: Weil ich mir dachte, der ist eh nicht da.

00:29:53: Also, folgende Sätze waren in meinem Kopf, der ist eh nicht da.

00:29:56: Ich hab ihn eh auch in die gebraucht.

00:29:59: Da, wo er ist, ist gar keine Lücke, weil ich brauche da niemanden.

00:30:02: Also, ich hab das sozusagen alles selber erfüllt.

00:30:04: Also, aufgefüllt, diese Bewegung.

00:30:06: Äh, die ... keine Bewegung.

00:30:08: Die ... klaffende Lücke, die da war, hab ich selber gefüllt.

00:30:13: Aber ... kurz noch zum Verständnis.

00:30:16: Also, du bist ... deine Mutter hat euch alle ... Drei alleine aufgezogen.

00:30:20: Es kam dann aber irgendwann Stiefvater dazu?

00:30:24: Ja, auf jeden Fall.

00:30:25: Meine Mutter hatte dann Partner noch ein paar Jahre.

00:30:30: Genau, so ein Stief-Daddy hatte ich ein paar Jahre, der war auch sehr cool.

00:30:32: Und jetzt ist meine Mutter auch in einer wunderschönen Beziehung seit einigen Jahren.

00:30:37: Okay, und also quasi die Beziehung, die sie jetzt hat, das ist quasi kein wirklicher Stiefvater mehr im Sinne von ... Das ist dann ja wahrscheinlich eher so kumpelt typmäßig, weil ...

00:30:48: Das ist einfach der Freund von meiner Mutter.

00:30:50: Ja, okay.

00:30:50: Und der Stiefwarte, den du quasi ein paar Jahre hattest, hast du mit dem noch Kontakt?

00:30:55: Ist das, siehst du den so als?

00:30:57: Nee, leider nicht.

00:30:58: Okay.

00:30:59: Leider nicht, leider nicht.

00:31:00: Da hab ich nur auch nur gute Erinnerung dran.

00:31:04: Hat sich dann am Ende herausgestellt, dass er auch nicht so die straighteste Person war, was ich aber auch nicht mitbekommen hab, was meine Mutter auch von mir ferngehalten hat.

00:31:12: Aber das war eigentlich ein cooler Typ, da hab ich nur gute Erinnerungen an.

00:31:16: Aber da ist jetzt kein Bedürfnis dazu mit ihm.

00:31:19: Doch.

00:31:20: Doch.

00:31:20: Auch.

00:31:21: Ja, auch.

00:31:22: Das kommt alles jetzt gerade.

00:31:23: Das ist komplett verrückt.

00:31:24: Ich hab das alles nie gespürt, aber halt auch nie zugelassen.

00:31:27: Wie alt war's?

00:31:27: Wie

00:31:28: alt

00:31:28: war's in dich, die Vaterzeit?

00:31:30: Ähm ...

00:31:30: Ja, so zwölf ... zwölf bis achtzehn oder so.

00:31:39: Okay, krass, ja.

00:31:39: Ist ja schon eine prägende Zeit.

00:31:41: Prägende Zeit.

00:31:42: Auf jeden Fall.

00:31:43: So witzig kann man eigentlich zu jeder Zeit sagen, ne?

00:31:46: Also ich meine auch, die Zeit in deiner Kindheit ist prägend, aber ja.

00:31:49: Nee, nee, aber zwölf ist achtzehn ist halt die gesamte Pubertät so.

00:31:52: Aber ja, doch, nee, ich würd sagen, von null bis achtzehn ist alles prägend extrem.

00:31:58: Das ist die, das ist stimmt, ja.

00:32:00: Okay, so, und jetzt dein Vater.

00:32:04: Dein leiblicher Vater.

00:32:07: Kommt, er ist Italiener, ne?

00:32:10: Sie.

00:32:11: Okay.

00:32:13: So, weißt du, wo er jetzt lebt?

00:32:17: Mhm.

00:32:18: In Deutschland.

00:32:18: In Deutschland.

00:32:20: Mhm.

00:32:21: In deiner Nähe oder weit weg?

00:32:23: In der Nähe meiner Familie, ja.

00:32:25: Ich weiß, wo er wohnt.

00:32:26: Du weißt, wo er wohnt?

00:32:27: In der Nähe deiner Familie, also nicht bei dir jetzt in oben Brandenburg, sondern da weit unten.

00:32:31: Mhm.

00:32:32: Richtig.

00:32:36: Du weißt, wo er wohnt.

00:32:37: Weißt er, dass du weißt, wo er wohnt?

00:32:40: Kein Plan.

00:32:41: Das heißt, du könntest jederzeit ... Mit ihm Kontakt aufnehmen quasi.

00:32:46: Jederzeit.

00:32:48: Wow.

00:32:49: Wow.

00:32:50: Okay.

00:32:51: Wow.

00:32:52: Krank.

00:32:53: Du bist siebenunddreißig.

00:32:55: Um ehrlich zu sein, wäre das ein Anruf sozusagen bei der Familie und dann könnte ich die Nummer kriegen und dann wäre ich da.

00:33:00: Und weißt du, hast du irgendwelche Infos von ihm?

00:33:03: Weißt du, ob er das gut finde oder schlecht finde?

00:33:07: Ich denke, er findet es gut.

00:33:08: Okay.

00:33:08: Fabi?

00:33:09: Mhm.

00:33:10: Ich will jetzt keine überstürzte Meinung oder so geben.

00:33:17: Aber ich will ein Gefühl, das ich habe, Preis geben.

00:33:20: Sag es, sag es.

00:33:21: Du bist siebenunddreißig.

00:33:23: Wie alt ist dein Vater?

00:33:25: Älter.

00:33:27: Okay.

00:33:30: Der wird ja über sechzig sein.

00:33:32: Wahrscheinlich, ja klar.

00:33:33: Ich hab einen großen Bruder, der ist zehn Jahre älter als ich.

00:33:35: Ja, okay, okay.

00:33:37: Mhm.

00:33:38: Was ich ... sagen würde, als Freund dir raten würde, wäre, lass nicht noch mehr Zeit verstreichen, weil du weißt nie, was passiert, wenn dieser Mann jetzt vielleicht setzig Jahre alt ist oder so, oder älter, dann kann es sein, dass du irgendwann die Nachricht bekommst, dein Vater lebt nicht mehr und du wirst dein Leben lang damit leben müssen, dass du es nicht getan hast.

00:34:03: Und ich glaube, dass du nicht den Kontakt gesucht hast.

00:34:06: Nicht wenigstens mal dich mit ihm ausgetauscht hast oder so.

00:34:09: Ich glaube, du solltest das Thema sehr auf die Prioliste weiter nach oben packen.

00:34:16: Mhm.

00:34:16: Warum glaubst du das?

00:34:18: Weil es dich ja anscheinend sehr bewegt.

00:34:21: Weil ich versuche, mich in deine Situation hineinzuversetzen.

00:34:23: Und ich glaube auch, ich hätte dieses Bedürfnis.

00:34:27: Natürlich, da kommen viele Emotionen und Gedanken dazu, sollen wir es tun, sollen wir es nicht tun, die ich jetzt nicht nachvollziehen kann.

00:34:33: Aber ich denke natürlich jetzt in diesen Sachen, zum einen natürlich ein bisschen neugier.

00:34:39: zum anderen, also sorry, aber psychologisch, was mir in meinem Leben am meisten geholfen hat, war, mich auszutauschen mit, zum Beispiel, meine Mutter mal über eine längere Zeit, wo wir eine Zeit hatten, wo die uns verlassen hat damals, Kontakt da bruchten, dann hab ich mit ihr danach über die Kindheit geredet und alles, und da wurde mir so viel klar, da denk ich mir, okay, du hast tatsächlich so ein Ventil, tatsächlich irgendwo, was dir sagen kann, hey, ich bin deswegen gegangen, ich ... Ich bereute es, ich bereute es nicht.

00:35:08: Ich bin froh, was es dir geworden ist.

00:35:10: Guck mal, ich hab die und die Erinnerungen, bla, bla, bla.

00:35:13: Es kann natürlich ein paar Wunden aufreißen, aber im Endeffekt ... kann es doch nur heilsam sein.

00:35:21: Am Ende.

00:35:22: Oder?

00:35:23: Es kann sein, dass irgendwelche Psychologen sagen würden, bist du verrückt?

00:35:26: Aber das glaub ich nicht.

00:35:28: Keiner würde dir sagen, ne, lass es.

00:35:30: Wenn du das Gefühl hast, er würde sich freuen.

00:35:35: Du hast jetzt halt noch die Wahl.

00:35:38: So, jetzt ist noch so, ich gehe den Weg oder ich gehe den Weg nicht.

00:35:40: In ein paar Jahren kann es sein, dass du nur noch die Wahl hast, ich gehe den Weg nicht.

00:35:46: Und das ist, finde ich, eine scheiß Ausgangslage dann.

00:35:51: Mhm.

00:35:52: Aber ich weiß natürlich viel zu wenig noch.

00:35:54: So, ich sag dir, wie gesagt, das soll kein überstürzte meiner, kein überstürzter Rat sein, sondern jetzt mein Gefühl, dass ich jetzt direkt habe.

00:36:03: Ja.

00:36:05: Gut.

00:36:07: Ja, das ist spannend.

00:36:09: Das ist spannend.

00:36:09: Ich denke gerade so ein bisschen durch die Lasse auch sozusagen, das ist einfach grad zu.

00:36:14: Das Ding ist, ich hab das nie, ich hab nie darüber nachgedacht, weißt du?

00:36:19: Ich hab mir das zurecht geredet, bei meinen Glaubenssätzen.

00:36:21: Und die Kiste war zu, im Kopf, ganz hinten, ganz oben.

00:36:24: Und dachte mir, da ist die Gut, ich weiß doch, dass sie da ist.

00:36:27: Und ja,

00:36:27: komm, was soll's schon sein?

00:36:28: Also, ich kam ja auch so bis hierhin.

00:36:29: Das ist ja dieses, wie man sich das sozusagen zurecht redet, mit der Fantasie, mit der unendlichen Fantasie eines kreativen Menschen.

00:36:37: Und ... Sobald ich mich dem stelle, dann kommt natürlich die echte Realität.

00:36:42: Aber bis jetzt lebe ich noch in der Realität.

00:36:44: Ja, ich bin schon erhältnhaft genug, dass ich das alles so hinbekomme, wie ich das mache.

00:36:49: Ja, aber du beschreibst es dir doch selber.

00:36:51: Du beschreibst dir doch gerade selber ein Problem, dass du selbst kritisieren würdest bei jemand anders.

00:36:56: Dieses, ich lebe in meiner Blase, die heile Welt um mich rum und lasse keine Emotionen zu, die mich vielleicht irgendwie ändern könnten.

00:37:03: oder dralalalaa.

00:37:05: würdest du doch jedem sagen, nee, du musst dich dem irgendwie stellen.

00:37:08: Und du musst nicht mal nur in den Spiegel gucken und dich dir stellen, sondern du hast tatsächlich einen Zugang.

00:37:14: Du hast einen Menschen, mit dem du reden kannst, und du kannst sogar die Konferenz, die du über die Jahre aufgebaut hast, nutzen, um das Thema vielleicht ein bisschen emotionsloser anzugehen.

00:37:25: Und einfach mal reinzuschnuppern und mal vorsichtig anzufragen, wie es überhaupt aussieht, ob mal ein Treffenden frei kommt.

00:37:32: ganz runtergebrochen, wär's einfach nur, das nächste Mal, wenn du zu deiner Familie gehst, könntest du theoretisch sagen, hey, ich bin da, ich bin dein Sohn, ich möchte, möchtest du dich vielleicht auf den Kaffee treffen?

00:37:46: Einfach nur mal so, tralalala.

00:37:47: Und das wär's, das wär eigentlich komplett einfach.

00:37:49: Für dich wär's natürlich krank.

00:37:50: Also, der Weg dahin zu dem Treffen, wär natürlich für dich der krasseste, ist krasseste Emotionsspektakel wahrscheinlich für dich seit Jahren.

00:37:59: So, aber ... Ja, ich weiß nicht.

00:38:03: So wie ich dich bis jetzt kenne und einschätze und die Story jetzt gehört damit so wird ich sagen, du willst es doch auch.

00:38:12: Du sagst doch selber, du hältst ja diese Tür so krass offen, du weißt woher wohnt, du könntest die Nummer haben.

00:38:18: Du weißt, es würde gehen.

00:38:19: Du machst dir die Tür, du hast sie noch nicht geöffnet, aber du hast sie aufgeschlossen.

00:38:24: Einfach nur daneben stehen und sagen, wenn ich will, kann ich reingehen.

00:38:27: Aber muss ich nicht.

00:38:30: Aber vielleicht musst du es ja doch.

00:38:33: Ich muss es nicht machen, aber ich kann natürlich zuhören auf mein eigenes, auf mein eigenes inneres Wort.

00:38:41: Was ich sage.

00:38:42: Die Frage

00:38:42: ist natürlich, was du dir bestimmt auch, alles, was ich jetzt sage, hast du dir wahrscheinlich tausendmal schon gedacht.

00:38:48: Aber die Frage ist jetzt, wer, ich meine, so oder so, der Mann hat euch verlassen damals.

00:38:58: Warum hat er nie den Kontakt gesucht?

00:39:00: Und da ist jetzt natürlich ... Erweist du das?

00:39:02: Er hat ja einmal gemacht.

00:39:04: Er hat mir einmal ... checkt die Filmreihe für Situationen.

00:39:07: Das ist ... ... es ist ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das

00:39:27: ... ... ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ...

00:39:28: ist das ... ... ist das ... ... ist das ... ...

00:39:31: ist das ... ... ist das ... ... ist das?

00:39:32: Ah, okay, Jahrzehnte.

00:39:32: Sieben Jahre.

00:39:34: Hast

00:39:34: du geantwortet?

00:39:36: Nein.

00:39:39: Ich habe eine Flasche Rotwein getrunken.

00:39:42: Da war es noch.

00:39:43: Er hat geschrieben, ich bin ein Paar, ich habe dich endlich gefunden.

00:39:46: Endlich habe ich dich gefunden.

00:39:50: Und dann war mein erster Gedanke war, hä?

00:39:53: Aber wenn er mich doch gesucht hätte, hätte er mich direkt gefunden, weil meine Familie ist sozusagen da, wo sie waren, als er gegangen ist, ist sie heute immer noch die Familie.

00:40:01: Aber du weißt ja nicht, wie die Situation ist.

00:40:04: Vielleicht konnte er sich nicht melden aus irgendwelchen Schuldgefühlen, aus Ängsten, und hat dich im Internet ewig gesucht.

00:40:11: Weißt du, wie ich mein, weil er eben ...

00:40:12: Das kann sein.

00:40:13: Und du weißt ja nicht, vielleicht ist es seit Jahren sein zähnlichster Wunsch, endlich sich auszutauschen mit dir oder so.

00:40:20: Mhm.

00:40:21: Ja, na klar.

00:40:21: Das könnte sein.

00:40:23: Puh, krass, okay.

00:40:25: Und ... Ich hab das für mich gar nicht so ein Riesenthema.

00:40:30: Ich merke auf jeden Fall, dass das krasseste an dieser ganzen ...

00:40:33: Wollst du, du, was für ist nicht für dich ein Riesenthema?

00:40:36: Hör auf dir, dass du klein zu reden, Mann.

00:40:38: Du bist doch hier der Coach und der, der, der, der, der so viel Tipps immer den Leuten geben kann und so viel weiß und so viel mit Emotionen umgehen kann.

00:40:46: Hör mal auf jetzt, du Idiot.

00:40:48: Brauchen wir doch mal zu, was ich sagen

00:40:49: will.

00:40:49: Ja, rede.

00:40:50: Aber okay.

00:40:51: Rede.

00:40:52: Ich hasse das, wenn das Leute sagen, aber ich sag's jetzt trotzdem.

00:40:54: Rede, wo du redest.

00:40:55: Ich auch.

00:40:56: Ja, das ist in Ordnung.

00:40:59: Das Ding ist, dass ich jetzt in das Alter komme.

00:41:04: in dem er ungefähr war als diese ganze sache war das.

00:41:06: das ist für mich halt jetzt gerade so ein knackpunkt in meinem leben.

00:41:10: weißt du wir haben sich dann ich frage mich halt das erste mal in meinem leben was die motivation war dahinter.

00:41:19: weißt du ich frage mich das was war da los?

00:41:21: aber ich habe ehrlich gesagt.

00:41:25: also wenn ich jetzt ganz aufrichtig zu mir selbst bin sage ich folgendes ich habe keinen Bock dass er irgendeine scheiße labert Dass er irgendwas sagt von, ja, aber ich konnte dich, weil ich hab meine Schnürsenkel nicht aufbekommen, und dann war da das Fenster, was nicht aufhängt.

00:41:40: Aber

00:41:40: das weiß du ja gar nicht.

00:41:41: Hab

00:41:41: ich mein Ticket verloren.

00:41:42: Das

00:41:42: weiß ich gar nicht.

00:41:43: Wenn er das sagt, dann kannst du ihm ... Du bist selber ein erwachsener Mann, und du bist ja nicht ihm untergönnen.

00:41:48: Du kannst ihm trotzdem sagen, auf Bullshit zu labern.

00:41:50: Ich bin selber Vater, ich tra lala und dies und das.

00:41:52: Ähm, also ...

00:41:56: Vielleicht ja.

00:41:58: Auch selbst.

00:41:59: Und

00:41:59: das guck mal, das Ding ...

00:41:59: Ja, sag du zuerst.

00:42:01: Danke.

00:42:02: Das Ding ist ... dass ich ja nicht ... Also, ich hab mich ja nie alleine gefühlt.

00:42:07: Weißt du?

00:42:09: Ich hab ja nicht dieses, oh Gott, ich war als Kind alleine und ich hatte kein Vater und ich hatte keine Vorbildfunktion.

00:42:15: Und ich weiß gar nicht, wie ich diese ganzen Themen der Popatät und des Männlichkeits, also Mann werden und so, das gab's ja alles gar nicht.

00:42:25: Ich hab das easy geschafft und ich hab auch nicht dieses, ich musste ohne Vater aufwachsen, diese Themen, das ist für mich gar nicht so ein Ding.

00:42:31: Ich hab einfach mir selber ... Also in mir ist selber ganz organisch, Männlichkeit gewachsen und geboren.

00:42:38: Und ich bin jetzt an dem Punkt, wo ich das meinen Kindern, und das liegt natürlich an meiner Prägung, aber da ist das meinen Kindern so stark mitgebe, dieses, weißte, Präsentsein, anstatt abwesend sein und dieses... offen sein, anstatt zu schweigen und dieses ...

00:42:56: Ja, weil du es ja aber nicht hattest.

00:42:57: Das ist genau das, was ich vorhin meinte.

00:42:59: Du willst es besser machen.

00:43:01: Aber das hatte vielleicht deinen Vater nicht.

00:43:04: Und du weißt nie, es kann auch sein, dass er dahinsitzt, dir die emotionalen Geschichte erzählt, wo du plötzlich komplett nachvollziehen kannst.

00:43:11: Du bist vielleicht auch trotzdem verletzt.

00:43:13: Aber wo dann am Ende trotzdem Sinn macht.

00:43:15: Also, ich sag dir jetzt mal was ... sehr Privates, was ich jetzt ... Ja, wer jetzt nicht unbedingt im Podcast erzählen wollte, aber ich muss es jetzt.

00:43:26: Ich wollte das auch alles nicht erzählen.

00:43:28: Aber jetzt ist es raus.

00:43:28: Ja, gut.

00:43:30: Meine Mutter hat uns ... Ich sag erst mal so, wie ich es wahrgenommen hab damals.

00:43:39: Meine Mutter hat meinen Vater betrogen, ist zu ihrem neuen Freund gezogen.

00:43:44: Da war ich ... siebzehn.

00:43:50: Also, da war ich fast schon ... Fast schon erwachsen auf dem Papier, aber ich war nicht erwachsen.

00:43:56: Ist zu ihrem neuen Freund gezogen.

00:43:58: Mein Vater ist zurückgeblieben mit schweren Depressionen.

00:44:03: Ich war mit meinen zwei Geschwistern in einem riesen Haus.

00:44:06: Alle waren komplett so, wohin mit sich.

00:44:09: Mein Bruder war vierzehn, meine Schwester war ein bisschen älter.

00:44:14: Katastrophe, ne?

00:44:16: Für mich ... Albtraum-Situationen, aber natürlich ADHS-Kind, keine Gefühle zu lassen, nichts anmerken lassen nach außen.

00:44:25: Und ich hab dann das erste Mal scheinbar akzeptiert, dass meine Mutter diese Entscheidung getroffen hat.

00:44:32: Es war dann auch ein Riesen-Chaos.

00:44:33: Ich hab dann noch mit meinen Geschwistern da in dem Haus gewohnt.

00:44:36: Mein Vater war dann auf Therapiemonate lang und hat dann auch wieder eine Frau kennengelernt in der Therapie, mit der heute übrigens immer noch durchgefeuertet ist.

00:44:50: Aber wir waren dann auf uns allein gestellt.

00:44:51: Auch mein Bruder plötzlich halt mit vierzehn.

00:44:55: Der zum Glück kein, nicht so wie ich war, sondern ein braver Bub.

00:45:01: Und das war alles so chaotisch.

00:45:04: Über Jahre.

00:45:05: das Haus wurde dann verkauft.

00:45:06: Meine Schwester ist dann zu ihrem Freund nach Berlin gezogen damals.

00:45:10: Weißt du ja, die Geschichte kennst du jetzt ja.

00:45:12: Mein Bruder ist ... Ah nee, stimmt gar nicht, die sind erst noch hier geblieben, hat eine Wohnung, mein Bruder ist dahin mit und dann spätestens nach Berlin.

00:45:22: Und mein Bruder ist dann später noch kurz bei meiner Mutter, glaub ich, eingezogen.

00:45:24: Komplettes Chaos und ich bin einfach umgezogen, umgezogen, umgezogen.

00:45:27: Damalshop, damalshop, damalshop.

00:45:28: Also komplett einfach in die Welt rausgeschossen worden.

00:45:30: Okay, okay, ich muss jetzt einen Shop machen, ich muss jetzt da wohnen, ich muss jetzt irgendwas machen, ich gehe mal dazu Bundeswehr, ich mach mal das, ich mach mal das, breche alles ab.

00:45:38: Das war dann mein Leben ab da.

00:45:41: Und ich hab das aber am Anfang akzeptiert.

00:45:45: dass meine Mutter das getan hat.

00:45:46: Und bin dann sogar mit ihr mitgezogen, für ein paar Monate, nach Erlangen.

00:45:55: Damals.

00:45:55: Wir haben in Stuttgart, die von Stuttgart geworden sind, nach Erlangen bin ich mit meiner Mutter eingezogen, weil sie da einen Typ hatte.

00:46:02: Ein krassen Bassspieler, der dort ein Restaurant aufmachen wollte.

00:46:09: Und ich hab da vorher schon in der Gastrefuge gearbeitet und so.

00:46:13: Wollte ein Restaurant aufmachen.

00:46:14: und wollte, dass ich damit mach.

00:46:16: Und ich denk mir, okay, ich weiß nicht, was ich sonst machen soll, mach ich's halt.

00:46:20: Akzeptier das halt, dass meine Mutter da einen neuen Typ hat.

00:46:22: Zieh da ein für ein paar Monate.

00:46:25: Und dieser Typ, der hat Sachen gesagt.

00:46:29: Der hat, wenn wir zu zweit waren, irgendwelche sexuellen Anspielungen auf meine Mutter gemacht.

00:46:35: Ich hab mit ihm gearbeitet, dann zusammen im Subway.

00:46:38: Subway Sandwiches, ne?

00:46:40: Und jetzt sagt mir nicht, dass er in deinem Beisein rumgeflirtet hat.

00:46:45: Ja, doch ohne meine Mutter aber.

00:46:46: Er hat gesagt, er hat über meine Mutter gesprochen.

00:46:52: Als wäre es irgendeine, der hergelaufene.

00:46:56: Oh je.

00:46:56: Und meine Mutter war wirklich verliebt in denen.

00:46:58: So.

00:47:00: Und dann hatte mir irgendwann, standen wir abends vom Subway in Erlangen.

00:47:06: Der wollte immer noch ein Bier trinken nach Feierabend.

00:47:08: Ich trink ja mittlerweile kein Alkohol mehr, damals schon noch.

00:47:11: haben wir ein Bier getrunken, sagt er, weißt du es mit deiner Mutter, das ist jetzt was für zwei Jahre oder so, aber das ist ja nichts für immer, die ist ja viel zu alt und bla bla bla.

00:47:20: Wow, da dachte ich mir so, du dreckiger Bassspieler.

00:47:27: Dann hab ich die nächste Tage irgendwann zu meiner Mutter gesagt, als wir alleine waren, hey übrigens, der Typ hat das und das gesagt.

00:47:37: Und ... Meine Mutter hat dann irgendwie nur so, ja, aha, okay.

00:47:42: Am nächsten Tag ruft mich der Typ, der heißt übrigens Markus, das ist mir doch scheißegal, ich sag seinen Namen, ist mir doch Wurscht Markus, der kleine, der ja übelst.

00:47:50: Es ist wirklich das größte, also der größte, das schlechteste, ekligste Mensch, wiederwertige, kleiner Giftswerk, ja wirklich.

00:48:00: Ruf mich dann die Küche und der dachte er ist so der übel krass, der übel starke.

00:48:03: Das ist so ein kleiner dickerer gewesen, der aber so ein bisschen stämmig war.

00:48:06: Heutzutage, niemals, das ist so ein witzgewesener Typ, hab ich hab's nicht gecheckt.

00:48:12: Egal.

00:48:14: Ruf der mich in die Küche und sagt, was hast du deiner Mutter dafür ein Scheiß erzählt?

00:48:19: Blah, blah, blah, dass ich gesagt hätte, ich würde sie in zwei Jahren verlassen.

00:48:22: Meine Mutter sitzt einfach daneben und guckt mich einfach nur an.

00:48:26: Und wow, Alter, war ich enttäuscht von meiner Mutter, gell?

00:48:29: Weil ich denke mir so, das kann nicht sein.

00:48:32: Ich habe ihr das gesagt, das hat nicht so viel Überwindung gekostet, ihr das zu sagen, weil das ja auch schlimm für sie ist.

00:48:38: Und der Typ sagt jetzt, dass ich gelogen hätte, meine Mutter glaubt ihm.

00:48:43: An dem Tag habe ich dann gesagt, okay, alles klar, glaubst du jetzt ihm, aber mir nicht.

00:48:50: Das hat er nämlich gesagt.

00:48:52: Und sie guckt einfach nur und schmunzelt so.

00:48:55: Und ich so, okay.

00:48:57: hab dann einen Kumpel angerufen, hab ihm gesagt, ähm, okay, kannst du mich aus Erlangen abholen.

00:49:04: Ähm, ich will wieder zurück.

00:49:06: Am nächsten Tag kam er.

00:49:08: Alles eingeladen, einfach ohne Tschüss zu sagen, wirklich bin ich gegangen.

00:49:14: Und bin wieder nach Stuttgart gezogen.

00:49:16: Zum Glück hatte ich da noch einen Kumpel, der da in der Wohnung gewohnt hat, wo wir kurzzeitig als WG gewohnt haben, wo ich wieder mit eingezogen bin, wo quasi mein Zimmer noch frei war.

00:49:23: Ähm ... Das war noch in dem alten Haus, in dem ich aufgewachsen bin.

00:49:29: Verrückt.

00:49:29: Ich weiß, aber mein Blick ist nicht ganz durch.

00:49:33: Auf jeden Fall.

00:49:33: An dem Tag hab ich den Kontakt zu meiner Mutter abgebrochen.

00:49:37: So, jetzt wirst du gleich verstehen, warum ich dir das erzähle.

00:49:39: Es ist immer noch auf dich bezogen, tut mir Leid.

00:49:42: Das ist so eine Ordnung, du brauchst nicht hier schuldigen.

00:49:45: Und dann hatte ich keinen Kontakt mit zu meiner Mutter.

00:49:48: Ich war auch fest davon überzeugt, ich möchte keinen Kontakt mit zu meiner Mutter.

00:49:52: Weil es war nicht so ... Ich hatte ja nicht mal die Ungewissheit, sondern ich hatte die Gewissheit, dass sie was Schlechtes getan hat.

00:50:00: So.

00:50:02: Dann hatten wir lange, lange keinen Kontakt.

00:50:04: Ich kann dir nicht sagen, wie lang, aber es waren Jahre auf jeden Fall, wo wir nicht richtig Kontakt hatten.

00:50:11: Und irgendwann ... hat sie sich dann von dem Typ getrennt.

00:50:17: Und hat gesagt, sie will wieder zurückziehen.

00:50:19: So, ich glaub, das hab ich dann ... von meinem Bruder gewusst, was ist ich.

00:50:22: Ich hab mich dann wieder bei ihr gemeldet.

00:50:24: Ich weiß gar nicht, wie genau die Kontaktaufnahme wieder war.

00:50:27: Und ich hatte dann schon das Bedürfnis, sie bei ihr wieder zu melden, weil bei mir ... Ich bin ja auch mit ihr aufgewachsen.

00:50:31: Es war ja nicht so, dass ich sie nicht richtig gekannt hab, sondern es war ja schon meine Mutter, die immer da war.

00:50:37: Und dann hab ich mich bei ihr gemeldet, wir haben geredet.

00:50:41: Sie wollte wieder zurück.

00:50:42: Ihr hatt alles übelsleitgetan, hat man auch gemerkt, dass es so ist.

00:50:46: Ihr hätt den wahnsinnig schlechtes Gewissen.

00:50:48: Und sie ist wieder hier in die Gegend gezogen, einfach nur weil sie in der Nähe von ihren Kindern sein wollte.

00:50:52: Wo ich dann schon mal so ein bisschen ihr dann verziehen hab.

00:50:56: Aber nicht komplett, weil das einfach für mich ... Ihre Entscheidung all extrem schlimm war, Familie kaputt gemacht, ralala.

00:51:04: Und dann haben wir erst mal geredet über ... Warum hat sie überhaupt uns verlassen?

00:51:12: Und ... Das waren Stunden und Stunden, was wir darüber geredet haben.

00:51:16: Warum hat sie uns verlassen?

00:51:17: Wie habe ich mich dabei gefühlt?

00:51:19: Wie ging's ihr?

00:51:20: Und ihr ist da, hab ich Sachen erfahren, die ich nie wusste, wie es meine Mutter überhaupt ging, wie es ihr Jahre davor ging.

00:51:28: Dass sie beim Arzt war, weil sie so depressiv war, dass niemand sie verstanden hat, dass sie gefangen war in diesem Haus.

00:51:35: Du musst überlegen, ihre Eltern haben auch in diesem Haus mehr Generationen, oder mehr Generationenhaus, die haben in der Wohnung Brunter gewohnt.

00:51:44: wo ihre Mutter sie, also meine Oma quasi, sie immer noch die Hand über ihr hatte und immer jede Entscheidung beurteilt hat und so.

00:51:52: Meine Mutter war da in einem Käfig gefangen, aus dem sie nicht ausbrechen konnte.

00:51:58: Und das hat sie über Jahre immer mehr zermürbt, bis sie wirklich kaputt war.

00:52:03: Und dieses dann abhauen, das war nicht, ich lerne einen neuen Typ kennen und haut dann ab, sondern das war ein Notausgang, den sie sich gesucht hat, weil sie nicht mehr konnte.

00:52:13: Und ihr ging's da so, so schlecht und auch ich brauch jetzt keine Details erzählen und so, aber es waren halt einige Sachen, die niemand gesehen hat und die sie aber auch mit meinem Vater und anderen kommuniziert, versucht zu kommunizieren hat, aber keine ernst genommen hat, wo es sie dann einfach nicht mehr konnte.

00:52:32: Und in dieser Situation, sie hat gesagt auch selber, das war damals wie im Delirium, sie kann es nicht erklären, sie war nicht sie selber.

00:52:40: Und also die muss richtig gelitten haben.

00:52:42: und dann ... Ist zu diesem Typ als Ausweg, was natürlich auch nicht einfach ist, weil du plötzlich deine Kinder zurücklassen, alles, hat sich deine Ideen irgendwie verliebt und tralalala.

00:52:52: Und das war für sie dann so ein Kars, dass sie einfach ... die waren ein anderer Mensch, und das kann ich auch aus jetziger Sicht bestätigen.

00:52:59: So.

00:53:00: Trotzdem hat sie Scheiße gebaut.

00:53:02: Aber ich konnte ihr dann irgendwann verzeihen, weil ich das ... verstanden hab dann erst mal.

00:53:07: Weil sie ist auch ... Ich bin auch überzeugt von meiner Mutter, hat ADHS und dass sie das so, dass es so von ihr ein bisschen kommt.

00:53:16: Die ist auch so.

00:53:17: Also die ist auch sehr empathisch und aber auch impulsiv.

00:53:23: und ja, sie hat der Jahre lang gelitten und ich bin so froh.

00:53:33: dass ich das nicht stehen lassen hab.

00:53:35: Sie hat uns verlassen, sie war scheiße, sie ist blöd.

00:53:38: Sondern dass ich nach Jahren gesagt hab, ich höre mir das trotzdem an, was sie zu sagen hat, es dann verstehen konnte, ihr verzeihen konnte und heute, jetzt mittlerweile seit natürlich vielen, vielen Jahren, ein super Verhältnis wieder haben.

00:53:53: Auch mit ihrem, sie hat jetzt auch, sie ist auch wieder verheiratet.

00:53:56: Du hast das länger haben.

00:53:58: Ah, du hast sie erkennen gelernt, meine Mutter und ... Richtig,

00:54:01: muss ich grad

00:54:01: sagen.

00:54:02: Genau, und ihren Mann.

00:54:03: Und die sind der Stopp, der passt voll in die Familie, ich mag den.

00:54:07: Und ja, das ist alles wieder toll.

00:54:13: Das wäre aber nie so gekommen für mich, wenn ich nicht gesagt hätte, ich gib ihr quasi noch mal die Chance und rede mit ihr.

00:54:20: Seid ihr mit ihr hin und tralla la.

00:54:21: Natürlich hätte es auch anders ausgehen können.

00:54:25: Natürlich hätte sie auch sagen können, ja, jetzt kommen keine Städte nicht so an, blablabla, dann wäre nie wieder ein gutes Verhältnis geworden.

00:54:30: Aber so war es nicht.

00:54:31: Sie konnte das erklären.

00:54:32: Ich habe ein Weichen gebraucht, bis ich es nachvollziehen konnte.

00:54:34: Und dann war alles wieder gut.

00:54:37: Du aber, so, und jetzt sagen wir den Schwung.

00:54:41: Das war auf jeden Fall ein Bogen, ja.

00:54:43: Du aber, stehst ja im Prinzip auch vor der Entscheidung, höre ich mir das an?

00:54:49: Oder nicht?

00:54:50: Du sagst aber, du hast Angst davor, Du hast nicht Angst gesagt, ich weiß, ich sag's aber extra so.

00:54:56: Du sagst aber, du hast Angst davor, dass er irgendein Scheiß erzählt, wo du nicht damit arbeiten kannst, wo du nicht verstehen kannst.

00:55:06: Und das dann blöd findest, und dann alles negativ war.

00:55:09: Weil das Bild von deinem Vater ist eigentlich gar nicht, hast du plötzlich das und das ist negativ.

00:55:14: Aber die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mann irgendwas emotionales, irgendeinem emotionalen Vorgang hatte, um diese Entscheidung zu treffen.

00:55:26: Das

00:55:26: ist ja klar.

00:55:27: Das ist ja gegeben.

00:55:28: Ja, klar.

00:55:29: Der haut ja nicht einfach ab und sagt die Scheiße auf euch.

00:55:32: Niemals.

00:55:32: Deswegen, wer sagt denn, dass es nicht so ist, dass du da zuhörst und denkst, ah, okay, verstehe ich.

00:55:38: Oder verstehe ich vielleicht nicht, aber ich kann es akzeptieren, weil ich es irgendwie ein bisschen nachvollziehen kann.

00:55:46: So.

00:55:48: Cool, danke, dass du mir das erzählt hast.

00:55:50: Die Folge sollten wir übrigens Daddy-Issues nennen.

00:55:52: Ja,

00:55:53: doch, auf jeden Fall.

00:55:54: Aber das

00:55:54: ... Ich bin ja auch ... Ich bin ja auch ... Ich pass schon immer auf, was ich sag.

00:55:58: Und man will niemand auf die Füße treten.

00:55:59: Aber trotzdem bin ich ja auch ... Erfolgliedersprüchlich.

00:56:03: Aber trotzdem bin ich auch einer, der sagt, man sollte nicht ... Eigentlich sollte man das nicht müssen.

00:56:08: Eigentlich sollte man trotzdem so offen reden, wie man reden kann.

00:56:12: Weil die Leute wissen ja, dass du niemand verletzen willst, dass ich niemand verletzen will.

00:56:16: Und dann, bei Daddy Issues, glaub ich, kann man den Punkt machen, ja, das kann man so nennen.

00:56:25: Es ist schön, was passiert, wenn zwei Menschen wie du und ich uns treffen und Räume aufmachen, dann trauen sich viel mehr Menschen darüber zu sprechen.

00:56:33: Allein nur, weil wir uns trauen, darüber zu reden.

00:56:35: Ich find, es ist voll ... gibt mir ein schönes Gefühl, sorgt für weniger Blockaden in der Welt.

00:56:40: Das ist ein schöner Gedanke, den hatte ich bisher noch nicht.

00:56:42: Weil für mich ist es kein Podcast mal wieder, sondern ich telefoniere.

00:56:47: Ja, ich weiß, es ist ja auch magisch, dass wir das so hinbekommen.

00:56:50: Aber ich stelle es mir grad vor, wenn ich die Augen zu mache und mir einen höherer Vorstelle, dann ist das ein Raum, den wir gerade öffnen.

00:56:58: Und da darf man dann das auch sagen und denken und fühlen.

00:57:00: Das ist sehr wertvoll.

00:57:02: Guck mal, ich hab so das Thema ... worüber ich mir viel Gedanken mache, wo ich auf viel reflektiere, ist so Reue.

00:57:10: Ja, was Reue überhaupt ist.

00:57:11: Und ... das andere ist Vergebung.

00:57:15: Mhm.

00:57:16: Ja, das sind so zwei große Themen, über die ich viel nachdenke, die ich versuche zu verstehen.

00:57:21: Und die ich ... einfach für mich probiere, irgendwie einen Balance zu kriegen.

00:57:25: Reue und Vergebung.

00:57:26: Und dafür ist erst mal ... dafür ist erst mal wichtig zu checken, was überhaupt ist.

00:57:30: Also Reue ist halt so, du hast ... ein altes System und ein neues System.

00:57:35: Und die kommen sich sozusagen näher.

00:57:38: Also früher hätte ich halt gesagt, ne, ich treffe mich jetzt auf keinen Fall mit dem und ich schütze mich lieber und ich will gar nichts davon wissen.

00:57:45: Und jetzt kommt mein neues System, mein sieben-dreißigjähriges ich.

00:57:49: Ich bin Coach, ich bin Vater von bald drei Kindern, ganz anderes Leben.

00:57:53: Jetzt habe ich natürlich viel mehr Empathie, ich habe neue Perspektiven, ich habe viel größeres Bewusstsein.

00:57:58: Und das ist jetzt sozusagen auf Konfrontationskurs mit meinem früheren Ich.

00:58:03: Das ist ja nicht mehr dasselbe wie zum Beispiel, als er mir die Nachricht geschickt hat, weißt du?

00:58:07: Das ist ja eine Dekade zwischen uns.

00:58:12: Und dementsprechend ist das jetzt natürlich ein anderes, ein anderer Modus, in dem ich bin.

00:58:23: Und mein System ist ja ganz anders.

00:58:24: Mein Nervensystem ist ja anders, ich bin ja komplett anders.

00:58:27: Und ich kann ja auch dementsprechend, werde ich auch andere Entscheidungen treffen.

00:58:33: Macht das Sinn für dich?

00:58:34: Ja,

00:58:34: macht absolut Sinn für mich.

00:58:36: Und ich kann das auch absolut nachvollziehen, weil man verändert sich.

00:58:42: Und ich sag auch diese, auch wenn man's Mitte zwanzig nicht glaubt, ich mein, ich bin jetzt auch nicht viel älter, ich bin jetzt, ich werd jetzt dreiunddreißig, glaub ich, dreiunddreißig, ja.

00:58:51: Damn.

00:58:52: Und trotzdem ist es so, man denkt immer, man ist immer wieder in seinem Punkt, an dem Leben, wo man denkt.

00:59:00: Ich glaub, jetzt ändere ich mich nicht mehr groß.

00:59:02: Ich glaub, jetzt bin ich so ... Hast

00:59:05: du solche Gedanken?

00:59:06: Wow.

00:59:07: Ich hatte die in der Vergangenheit.

00:59:09: Hab ich nicht mehr.

00:59:11: Ich glaub, jetzt ändere ich mich nicht ... Aber nee, nicht so ... nicht so deep, wie du jetzt vielleicht denkst, sondern im Sinne von ... Wenn du fünf bist ... Also, wenn du zehn bist, weißt du, du hast sich geändert, seit du fünf bist.

00:59:24: Und du weißt auch, du wirst dich noch ändern, weil ... Du weißt, es kommt die Pubertät, du weißt, ne?

00:59:30: Also, du verändest dich, als Mensch einfach grundlegend.

00:59:34: Du wirst irgendwann nicht mehr mit Spielsachen spielen wollen.

00:59:37: Denkt man jedenfalls.

00:59:38: Wenn man erwachsen ist, denkt man dann ja.

00:59:40: Na ja.

00:59:41: So.

00:59:42: Und irgendwann, mit Anfang zwanzig, dachte ich so, okay, ich glaub, jetzt bin ich richtig erwachsen.

00:59:47: Ich glaub, jetzt veränd ich mich nicht mehr.

00:59:51: Weil ich es mir nicht vorstellen konnte, dass ich mich veränder.

00:59:55: Und dann mit Mitte zwanzig, dachte ich mir, okay, krass, da hab ich mich dann doch noch mal verändert.

01:00:00: Und ... dass es dann wohl doch so ist.

01:00:05: Aber jetzt glaube ich, dass es nicht mehr viel weiter ist.

01:00:09: Wenn ich jetzt zurückdenke, wie ich mit Mitte zwanzig war, Junge, also wirklich komplett anderer Planet.

01:00:16: Und eine Sache ist mir bewusst geworden.

01:00:18: Es ist nicht nur dein Alter, sondern es ist die Zeit, die du dich mit dir selber beschäftigst.

01:00:25: Was auch irgendwie dein Alter ist.

01:00:27: Aber mit jedem Jahr lernst du dich ja selber besser kennen.

01:00:30: und selber Wege mit dir umzugehen.

01:00:34: Oder Sachen, die dich dein Leben lang beschäftigen, die du vielleicht auch irgendwann arg da legst, weil du sagst, boah, das macht mich nur fertig, damit komme ich nicht weiter.

01:00:43: Wie zum Beispiel jetzt so ein ungelöstes Papa-Problem.

01:00:46: Oder eben das wieder hervorholst, weil du merkst, ja, sollten wir aber dann doch abarbeiten vielleicht, weil ... muss man halt mal machen, so.

01:00:58: Und ... Deswegen glaube ich, auch in zehn Jahren werden wir wieder ganz andere Menschen sein.

01:01:03: Und die sind das, ich hoffe einfach nur, dass man, um jetzt das in der kleinen Klammer zu machen, weil das einfach gerade thematisch, weil wir da halt jetzt gerade sind.

01:01:12: Ich hoffe trotzdem, dass ich in zehn Jahren, in zwanzig Jahren, in dreißig Jahren noch ein ähnliches Empathieverständnis hab.

01:01:22: Und alles.

01:01:23: Weil das hatte ich zwar schon immer.

01:01:28: Also, ich hatte schon immer die Empathie, aber nicht das Empathie-Verständnis.

01:01:31: Und ich glaube, das ist jetzt gerade sehr gut bei mir.

01:01:33: Und ich möchte nicht, dass ich das irgendwie wieder rückentwickeln und so.

01:01:37: Ähm ... Da fällt mir grad halt eine Sache ein, die ich dir unbedingt noch sagen wollte.

01:01:43: Aber da warte ich jetzt, bis wir diese Themen hier abgeschlossen haben.

01:01:45: Und dann muss ich noch ein kleines Thema aufmachen, was ich unfassbar krass finde.

01:01:50: Aber jetzt, egal, ich höre es mal auf zu labern.

01:01:53: Ist in Ordnung.

01:01:55: Du brauchst es nicht abmoderieren dich selber.

01:01:57: Es ist alles in Ordnung.

01:01:58: Ich höre dir gerne zu, alle hören dir gerne zu.

01:01:59: Nein, aber ich wollt grad was hinaus und bin abgeschweift.

01:02:03: Das war jetzt ein bisschen ADHS-Map-Ausflug.

01:02:06: Das

01:02:06: ist doch in Ordnung.

01:02:07: Dafür ist es ja der ADHS-Sag-Du-Zuerst-Podcast mit einem ADHSler und einem ehemaligen ADHS-Sag.

01:02:14: Also, ich glaube, Fabi, ich glaube, du solltest mal in dich gehen, noch mal, ganz arg, das mal zulassen.

01:02:23: Und dir wirklich überlegen und dir wirklich bewusst werden, wenn du das Thema angehen willst, dann solltest du das tun.

01:02:30: Und zwar nicht in zehn Jahren, sondern dann solltest du das ... priorisieren irgendwie.

01:02:35: Das ist meine Meinung.

01:02:36: Daddy-Esho oder mein ADHS?

01:02:37: Dein

01:02:37: Daddy-Esho.

01:02:38: Du hast kein ... Du hast ... Du hast Anti-ADHS.

01:02:42: Du hast das Gegenteil von ADHS.

01:02:43: Nee, hast du eigentlich nicht.

01:02:44: Da sind gewisse Züge.

01:02:45: Ja,

01:02:46: hab ich auch.

01:02:47: Aber ich bin reguliert.

01:02:48: Ähm, guck mal.

01:02:50: Ich hab so einen Satz im Kopf.

01:02:52: Ich hab mich so sehr kennengelernt und so viele Dinge an mir entdeckt, als ich das Bedürfnis habe, mich bei meiner Mama vorzustellen, weil sie die Seiten nicht mal kennt.

01:02:59: Boah, wild.

01:03:01: Wild, ne?

01:03:03: Richtig wild.

01:03:04: So sehr ist dieses ... Das hast du nämlich grad irgendwas gesagt, was mich daran erinnert.

01:03:09: Dass wir sozusagen ständig neue Sachen von uns selber lernen.

01:03:12: Und es ist gut, das ist Entwicklung, Bruder.

01:03:14: Das Einzige, wovor ich wirklich ... Ich hab vor wenigen Sachen Sorge, auch dieses Reue-Thema und so.

01:03:19: Da waren wir stimmt, sorry.

01:03:22: Die größte Sorge, die ich habe, ist, dass ich aufhöre, mich weiterzuentwickeln.

01:03:26: Weil von da, wo ich herkomme, zu dem Punkt, an dem ich jetzt bin, das sind andere kosmische Kreise.

01:03:35: Ja, das ist nicht nur so ein bisschen Entwicklung, sondern wo ich herkomme, ist wirklich, da wurde nicht viel, da wurde nicht viel so über Gefühle gesprochen und so.

01:03:44: Und das ist einfach ein ganz anderer, ganz anderer, ganz anderer Welt.

01:03:48: Mhm.

01:03:49: Und da, wo ich jetzt bin, ist einfach, ich hab meine ... Ich hab sozusagen ... Also, ich bin so ein bisschen mein eigener Vater geworden.

01:03:58: Und hab mir selber das alles so gebaut, weißt du?

01:04:01: Ich

01:04:01: versteh, ich fand es grad gar nicht so witzig, die Aussage, weil ich die tatsächlich irgendwie ... verstehe, ja.

01:04:06: Mhm.

01:04:08: Mhm.

01:04:08: Genau.

01:04:09: Ich kontrolliere mich selbst, ich kümmere mich ... Ja, ich hab extreme Selbstfürsorge.

01:04:14: extrem ausgeprägt.

01:04:15: Ich achte total auf mich.

01:04:16: Ich lasse, ich beschütze mich selbst sozusagen, so wie ein Daddy das machen würde.

01:04:20: Das mache ich selber.

01:04:21: Und das ist einfach ein Teil von meiner, cooles Wort, was ich gelernt habe, von meiner inneren Architektur, dass ich mich selbst führe und auch selbst ja orientiere.

01:04:33: Aber Fabi, das geht nicht.

01:04:36: Dieses Konstrukt, was du da hast, das geht nicht kaputt, nur weil du deine Erzeuger

01:04:41: hast.

01:04:44: Ich glaube, wenn man da rangeht mit, hey, ich treffe diesen Menschen, weil der halt meine Gene, die ich habe, die mich überhaupt zu demachen, wie ich bin, die hab ich von ihm.

01:04:53: Und dann irgendwie zu sagen, hey, ich will die Person mal kennenlernen, die diese Meisterwerk wie dich erschaffen hat.

01:05:00: Dann find ich das absolut ... Gut.

01:05:06: Und das ist ja das Ding, er hat mich nicht erschaffen.

01:05:07: Er hat einfach mir meine Grundkonstitution

01:05:10: nicht gegeben.

01:05:10: Ja, das meine ich aber.

01:05:12: Ich meine dich erschaffen, aber deine Genetik macht ja viel aus.

01:05:15: Und ich finde das immer wieder faszinierend, wie teilweise ... zum Beispiel, ich und meine Geschwister sind im Endeffekt, haben wichtige Phasen unseres Lebens separat voneinander durchgelaufen.

01:05:27: Als wir aus der Familie gegangen sind, als wir auseinandergezogen sind, haben wir alle unterschiedliche Musik gehört.

01:05:33: Und jetzt, wo die Familie wieder mehr oder weniger bei Sam ist, stellen wir fest, dass im Prinzip alle einen ähnlichen Musikgeschmack haben.

01:05:42: Zum Beispiel.

01:05:43: Witzig.

01:05:43: Total witzig.

01:05:44: Und der hat nichts mit ihm zu tun, was unsere Eltern uns mitgegeben haben damals.

01:05:47: Nur so Kleinigkeiten, wo ich immer wieder denk.

01:05:50: Oder hier jetzt, meine Schwester hat einen positiven ADHS-Test.

01:05:57: Also ihre ADHS-Diagnose von einem Jahr bekommen.

01:06:00: Mein Bruder, dem würde ich auch raten, das mal zu machen und so.

01:06:04: Das sind immer mehr Parallelen, die ich sehe.

01:06:05: Und ich glaube, klar, wir haben eine ähnliche Erziehung gehabt, aber ich glaube, Gene sind schon auch... Da ist schon auch viel... Was heißt ich glaube?

01:06:15: Es ist ja wissenschaftlich klar.

01:06:17: Schon viel kommt auch von deinen Eltern.

01:06:18: Und ich, an deiner Stelle, bin spannend, wo seh ich in meinem Vater mich selbst.

01:06:25: Was hab ich vielleicht von dem?

01:06:26: und die sind das?

01:06:27: Ich glaub, das ist, selbst wenn du es nicht als so richtig deepes Thema anziehst, ist es, glaub ich, trotzdem extrem spannend für dich.

01:06:34: Und du kannst eigentlich nur schlauer rausgehen, als du reingehst in das Gespräch.

01:06:40: Ja, hundert Prozent.

01:06:41: Und es gibt auch keinen richtigen Zeitpunkt für Mehrklarheit im Leben.

01:06:44: Also ... Das wird mir auf jeden Fall helfen.

01:06:47: Ich weiß das auch.

01:06:47: Es ist für mich, guck mal, ich würde das ja niemals öffnen oder ansprechen, das Thema, wenn ich nicht bereit wäre, das auch dann anzugehen.

01:06:55: Oder das irgendwann wirklich mal aufzulösen.

01:06:58: Ich mache das.

01:06:59: Ich weiß das.

01:06:59: Ich bin nur jetzt überhaupt an dem Punkt, dass ich überhaupt in meiner Fantasie mir vorstellen kann, darüber zu sprechen oder halt im echten Leben darüber sprechen kann.

01:07:07: Das ist jetzt der allererste Punkt.

01:07:08: Die anderen, äh, fünf, dreißig Jahre war einfach nur stillschweig über das Thema.

01:07:13: Ja, das find ich sehr gut, find ich wichtig.

01:07:18: Mhm.

01:07:19: Aber das Wort irgendwann passt mir nicht.

01:07:21: Weil ich dir gesagt hab, wenn du immer, wenn du jetzt jahrelang irgendwann denkst, dann kann's sein, dass dir die Entscheidung genommen wird.

01:07:29: Es kann auch sein, dass er noch dreißig Jahre lebt, das weiß ich ja nicht.

01:07:32: Aber ich würd es angehen, und ich würd es an deiner Stelle wahrscheinlich so machen, dass ich keinen großen Nummer draus mach, sondern dass ich sag, hey, Ich plan zum Beispiel, nächstes Jahr am Februar zu meiner Familie zu fahren.

01:07:45: Und dann einfach sagt, hey, ich plan mal einen Nachmittag ein, wo ich mich mit ihm hinsetzt, hol mir die Nummer, ruf mal und sagt, hey, bla bla bla, klar, komisches Gespräch kurz.

01:07:55: Einfach kurz halten, sagen, hey, ich hab gar nicht viel Zeit, aber ich bin da und da, dort, würdest du, hättest du interessiert, dich mit mir zu treffen, dass wir mal reden.

01:08:01: Fertig, und dann dorthin einfach eine Stunde sich austauschen.

01:08:05: Und danach kannst du immer noch entscheiden, was du machst damit.

01:08:07: Aber ich würd's einfach mal machen.

01:08:09: Diesen ersten Impuls wenigstens mal setzen.

01:08:11: Weil sonst ...

01:08:13: Ja.

01:08:13: Ich bin ja grad dabei.

01:08:14: Ich bin auf jeden Fall jemand, der sich ... ähm, ich bin ein Visualisierer.

01:08:18: Also ich bereite mich voll gut auf Themen vor.

01:08:22: Und dadurch bin ich selten überfordert mit Situationen.

01:08:26: Weil ich das immer komplett durchgeht.

01:08:27: das ganze auch wenn ich damals damals letztes Jahr noch mit juju on stage war bei der veggie world oder sowas.

01:08:35: Da habe ich mich vorher mal hingesetzt runter meditiert um mir das einfach bin einfach das ganze durchgegangen.

01:08:39: so dann applaudieren die dann mache ich einen fuß nach dem anderen stich auf der bühne.

01:08:43: dann sehe ich die leute und sag hallo ich bin farbia bradino wir wollen über.

01:08:46: damit ist einfach komplett durchgegangen wort für wort.

01:08:48: bis dann sozusagen meine Fantasie in physische Realität verwandelt wurde.

01:08:52: Und dann war bei der Unterschied zwischen, ich bilde es mir ein und es passiert gerade wirklich, der Unterschied war irgendwann so klein, dass ich völlig entspannt bin, während die Situation passiert.

01:09:01: Das ist krass.

01:09:03: Das ist ein richtig guter, richtig guter Tab, den du gerade gibst, weil...

01:09:07: Ja, das ist Visualisierung.

01:09:08: Das

01:09:08: mache ich.

01:09:09: Also, ich habe noch nie darüber gesprochen, aber genau das mache ich.

01:09:11: Ähm, bei Musikvideos.

01:09:15: Es tut mir leid zum Beispiel.

01:09:16: Das Video, es tut mir leid, war in meinem Kopf fertig, deswegen hab ich sie auch selber geschnitten.

01:09:19: und so, weil ich wollte auch das Grating so, weil ich wollte unbedingt, dass meine Vision umgesetzt wird.

01:09:24: Und dieses Video ist genau das, was ich in meinem Kopf hatte, ist genau das geworden.

01:09:29: So, nur kurz als Kleine Klammer, Kleiner Zoo, weiter bitte.

01:09:33: Schön.

01:09:34: Nee, ähm, ich weiß nicht, was jetzt ja der Punkt war.

01:09:38: Weiß ich jetzt nicht mehr, aber ähm, Punkt.

01:09:41: Weiß ich auch nicht.

01:09:41: Klammer zu Punkt, dann machen wir das so.

01:09:43: Okay.

01:09:44: Dann, ich würd sagen, wir

01:09:45: müssen ... Dann werde ich ... Ich werde das Thema angehen.

01:09:47: Fabi, ich freu mich da drauf und ich hoffe, dass wir da im Podcast drüber reden können, wenn's soweit ist, nächste Woche.

01:09:54: Spaß.

01:09:54: Ähm ... Ich würd jetzt noch kurz gern dann ... ähm ... äh ... noch was aufmachen.

01:10:03: Macht das, aber bitte eine kleine Klammer.

01:10:04: Keine, diese von dieser

01:10:05: Doppel,

01:10:06: spitzen Klammer, sondern eine ganz normale kleine Klammer.

01:10:08: Ne, ich würd jetzt alle Klammer, die wir jetzt gemacht haben, schließen.

01:10:11: Und dann, weil wir haben setzig Minuten, genau, alles zu, zu, zu.

01:10:14: Und jetzt einfach einen kleinen Themenblock noch mal öffnen, der vielleicht ein paar Minuten geht.

01:10:17: Meine Antwort auf jeden Fall lautet, ja, was auch immer du jetzt sagst.

01:10:21: Soll ich wieder Fleisch essen?

01:10:26: Spaß.

01:10:28: Also, pass auf.

01:10:30: Es geht um Veganismus.

01:10:34: Und ich habe ... Ich habe nie Zweifel am Veganismus.

01:10:40: Aber ich habe Zweifel ... Ähm, ja, okay.

01:10:46: Doch, ich habe ... Nein.

01:10:47: Ich habe nicht Zweifel daran, ob ich vegan leben möchte oder nicht.

01:10:51: Ich will keinen, dass ein Tier für mich getötet ist.

01:10:54: Aber ich frag mich manchmal, wie soll's denn eigentlich sein?

01:11:01: Dumm, ist ein ganz großes Ding.

01:11:03: So.

01:11:04: Und ich sagte jetzt, warum ich diese Gedanken habe, die man jetzt noch gar nicht versteht, weil ich sie nicht ausgesprochen hab.

01:11:11: Und zwar, mir ist letztens was bewusst geworden.

01:11:15: Und das beschäftigt mich so extrem seitdem.

01:11:21: Wir können als Menschen nichts essen, was tot ist.

01:11:29: Du kannst nur leben, wenn du Sachen isst, die selber leben oder gelebt haben.

01:11:41: Wow.

01:11:42: Und dann dachte ich mir, okay, crazy.

01:11:45: Ich mein, klar, wir reden jetzt vom Pflanzen, wo wir das Nervsystem nicht verstehen, also wo die kein zentrales Nervsystem haben.

01:11:51: Wir reden von Obst, von Gemüse, von Tra-la-la.

01:11:55: Aber dennoch, es hat alles gelebt.

01:11:57: Wir können nicht überleben, wenn wir nur tote Sachen essen.

01:12:00: Also, wir fällt nichts ein, was du totes essen kannst.

01:12:02: Gar nichts.

01:12:03: Gibt's irgendwas, was nicht gelebt hat, was du essen kannst?

01:12:09: Ach, gute Frage.

01:12:12: Nee.

01:12:13: Nee,

01:12:13: gibt's nicht.

01:12:13: Also, ein Stein kannst du nicht essen.

01:12:16: Und dann dachte ich mir ...

01:12:17: Ich dachte gerade so was wie Baumrinder, aber das ist vom Baum.

01:12:20: Ja,

01:12:20: klar, nee, das ist alles.

01:12:21: Ich hab gestern auch mit meiner Partnerin drüber gesprochen.

01:12:27: Ähm, dass ... Und sie meinte dann, ja, aber ... Was ist denn mit Nüssen?

01:12:35: Und dann sag ich, was für Nüsse?

01:12:38: Nüsse sind ja da, dass wieder neues Leben entsteht, von einem Leben ... Von einem Leben denn etwas.

01:12:45: Also, so Nüsse und Zeug, und die sind das.

01:12:47: Ja, was ist mit Fallopes?

01:12:48: Ja, gut, genau das gleiche.

01:12:49: So.

01:12:52: Ich glaube ...

01:12:53: Krass, stimmt.

01:12:55: Ja, genau.

01:12:55: Und dann kann man irgendwo, wo musst du die Grenze ziehen?

01:12:59: Jetzt kommt eine Pflanze, jetzt kommt Gemüse.

01:13:02: Dann kommt als Nächstes jetzt zum Beispiel eine Muschel, wo ja die meisten Veganer sagen, essen sie nicht.

01:13:09: Obwohl man ja weiß, dass die auch keinen Zünderalsystem haben, dass die keine Schmerzen finden, die sind das.

01:13:15: dass quasi auch nur ein Matschhaufen ist.

01:13:16: Also im Prinzip ist eine Muschel, ja, der Übergang zwischen Pflanze und vielleicht Tier oder so, keine Ahnung.

01:13:23: Ich weiß nicht, wie es jetzt biologisch ist, aber wo ist da die Grenze?

01:13:28: Und dann kommt die ersten Fische, dann kommt dies das und irgendwann kommen die Säugetiere, die wir kennen und so.

01:13:33: Kühe, Schweine, was sich.

01:13:35: Verrückt.

01:13:35: Und von diesem Grashallen bis zu dieser Kuh sind so viele ... äh ... lebende Sachen, wo du irgendwo die Grenze gesetzt hast, ab da ist sich lebende Sachen nicht mehr.

01:13:46: Ab der Muschel, zum Beispiel.

01:13:50: Oder ab Ruhe.

01:13:51: Ja, übel verrückt, oder?

01:13:53: Aber alles davor hat auch gelebt.

01:13:54: Und wir können das Leben vielleicht nicht verstehen.

01:13:57: Das davor, jetzt grad von Pflanzen und so.

01:13:59: Wir können das vielleicht nicht verstehen, dies und das.

01:14:01: Aber es hat auch gelebt.

01:14:02: Und ich sage auch nicht, dass es ein Fehler ist, Pflanzen zu essen.

01:14:05: Ich bin jetzt keiner, der auf T-Shirt kommt.

01:14:08: Keine Sorge.

01:14:10: Die sogenannte Lichtnahrung.

01:14:11: Ja, ich denke mir nur, es ist verrückt, dass du nur leben kannst.

01:14:14: Jedes Leben kann nur weiterleben, wenn es anderes Leben beendet.

01:14:17: Und das finde ich krass.

01:14:20: Und wo der Gedanke jetzt hinführt, weiß ich nicht.

01:14:24: Aber nimm den mal mit, weil ich finde das ... ich finde diese Erkenntnis irgendwie ... ... beängstigend.

01:14:31: Oder nicht beängstigend, sondern...

01:14:33: Ja, sie ist irgendwie schön, also das irgendwie zu wissen, das ist so voll die Klarheit.

01:14:38: Aber ja, auf der anderen Seite auch, boah, ganz schön viel Tod dann da auch

01:14:44: überall.

01:14:44: Ja, übelst.

01:14:44: Und dann frage ich mich, legitimiert es dann zum Beispiel einen Menschen in der Parallelwelt, die es jetzt nicht gibt, wo wir noch mit der Natur verbunden sind und es keine Massentierhaltung gibt, dann zu jagen?

01:14:59: und Fleisch zu essen oder nicht.

01:15:01: Ich sag in der heutigen Welt, also in der wir jetzt leben, auf gar keinen Fall.

01:15:03: Natürlich selbstverständlich nicht.

01:15:05: Weil wir es nicht brauchen, aber in dieser Parallelwelt, wo der Mensch mit der Natur lebt, wahrscheinlich schon.

01:15:11: So, sag ich jetzt mal einfach so.

01:15:14: Und weil wir müssen Leben beenden, um uns umzuleben und Boah, das ist jetzt so wie ein Komplex.

01:15:24: Ich hoffe auch niemand, dass mir jetzt irgendjemand irgendwas in den

01:15:26: Mund... Achtung, kleine Klammer hast du gesagt.

01:15:28: Kleine Klammer.

01:15:29: Ja, ja, okay.

01:15:29: Ich versuche das zu Ende zu bringen.

01:15:34: Ich glaube dennoch natürlich, dass es in unserer Welt, in der wir jetzt leben, mit dem System, was wir jetzt haben, dass es richtig ist, auf tierische Produkte zu verzichten.

01:15:42: Weil wir müssen ja mit dem Stand der Wissenschaft und gehen und mit dem Stand, wie wir einfach leben.

01:15:49: Aber wir leben in so einem verkommenen, verwirrenden, menschengemachten System in einer menschengemachten Welt, dass du ja schon gar nicht mehr sagen kannst, es ist richtig und es ist falsch das und das zu essen, sondern dass du einfach ganz klar sagen musst, wie wir mit den Tieren und mit dem allen umgehen, ist schlecht.

01:16:11: Ja.

01:16:12: Ja.

01:16:13: Wow, okay, hast du auf jeden Fall noch mal ... Das ist ein bisschen unser Style.

01:16:16: Am Ende noch mal was Episches aufzumachen und dann zu enden.

01:16:19: Ja, ich weiß nicht, vielleicht haben auch viele mehr Leute den Gedanken schon gehabt, aber ... Boah,

01:16:25: Bruder, ich hatte noch nie den Gedanken.

01:16:27: Ja.

01:16:28: Entschuldigung, da hab ich wirklich jetzt einige ... eine halbe Dekade damit beschäftigt.

01:16:35: Crazy Gedanke.

01:16:37: Okay, den geben wir euch doch mit, oder?

01:16:38: Mhm.

01:16:40: Das ist

01:16:40: so ein Happy Ending.

01:16:41: Ja, und falls jemand, das würde mich nicht interessieren, falls jemand was weiß oder jemandem was einfällt, ein Tier, ein Mensch, irgendetwas Leben des, das Leben kann von etwas Totem.

01:16:56: Das ist jetzt ein bisschen philosophisch an, aber ich meine, wo überleben kann, ohne anderes Leben zu beenden oder beendetes Leben zu konsumieren, das würde mich mal gerne interessieren, ob es da irgendwas gibt.

01:17:10: Ja, guck mal, eine Pflanze braucht ja nur Wasser und Licht, aber um zu wachsen.

01:17:15: Eine

01:17:15: Pflanze zieht sich die Nährstoffe aus der Erde.

01:17:19: Sieht sich die Nährstoffe aus der Erde und

01:17:22: stimmt.

01:17:23: Ja, aber dann ist es wahrscheinlich bei Pflanzen, aber da gibt es ja dann auch irgendwelche Mikroorganismen.

01:17:30: Also irgendwo fängt es ja an.

01:17:32: Es ist so krass, so crazy.

01:17:36: Okay, klar, die Schleife dürfen wir nicht eröffnen.

01:17:38: Wenn ihr dann noch Leute kennt, die sich mit Ticks auskennen, damit dieser junge Mann Tick frei wird, bitte schreiben.

01:17:44: Und wenn ihr dann noch Leute kennt, die sich gut mit Daddy issues auskennen, dann könnt ihr uns auch schreiben.

01:17:48: Also, wir kommen in der ... im invaliden Podcast.

01:17:55: Das ist echt wilde Folge schon wieder.

01:17:57: Aber fand ich schön.

01:17:58: Ich fand übrigens die letzte Folge hat mich gewundert, dass das so wenig Kommentare waren.

01:18:02: Die letzte Folge, boah, fand ich, hab ich selber noch mal vorhin gehört, fand ich wirklich stark.

01:18:07: Und ich fand auch diese heute sehr, sehr gut.

01:18:10: Danke schön.

01:18:11: Und die Folge wird auf jeden Fall die meisten Klicks bisher haben, weil wir sie Daddy issues nennen.

01:18:18: Kann gut sein.

01:18:19: Und

01:18:21: ich glaub, ich habe fertig.

01:18:24: Gut.

01:18:25: Da sind wir raus, liebe Getraus, danke euch.

01:18:27: Und wir wünschen natürlich euch allen viel Frieden auf Erden.

01:18:33: Viel Frieden auf Erden, kauft mein Album bald und das war's.

01:18:40: Tschüss.

01:18:41: Das war's.

01:18:42: Ciao.

01:18:42: Bis nächste Woche.

01:18:43: Tschüss.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.